Am PSI ist man erfreut über den Higgs-Teilchen-Nobelpreis

Am Dienstag wurde bekannt, dass der diesjährige Physik-Nobelpreis an den Belgier François Englert und den Engländer Peter Higgs geht. Beide sagten in ihren Theorien das Higgs-Teilchen voraus. Nachgewiesen wurde das Elementar-Teilchen aber auch mit Hilfe von Forschern des PSI in Villigen.

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Bildlegende: Ein Higgs Teilchen in einer Darstellung des CERN. CERN / Keystone

Auf den ersten Blick ist nicht klar, warum die Physiker am Paul Scherrer Institut in Villigen stolz sind, über den diesjährigen Physik-Nobelpreis. Der Preis geht nämlich an den Belgier François Englert und den Engländer Peter Higgs. Beide haben schon vor Jahren in ihren Theorien die Existenz des Higgs-Teilchens vorausgesagt. Das Higgs-Teilchen war der letzte unbekannte Baustein im Standardmodell der Physiker zur Materie.

Ohne PSI kein Nobel-Preis

Nur für eine Theorie kann man den Nobelpreis jedoch nicht erhalten, dazu ist ein Nachweis nötig. Und der gelang im vergangenen Jahr am Kernforschungszentrum CERN in Genf. Beim Nachweis spielte ein Pixel-Detektor eine grosse Rolle. Und hier kommt das PSI ins Spiel. PSI-Forscher rund um den ETH-Professor Roland Horisberger waren nämlich massgeblich an der Entwicklung und am Bau des Detektors beteiligt. Entsprechend freut sich Horisberger über die Vergabe des Nobelpreises.

Das der Preis nicht an aktuelle Forscher geht, sondern an die Vordenker, geht für Horisberger in Ordnung. Es könnten nun mal nicht mehr als drei Personen den Preis erhalten, Institutionen wie das CERN oder das PSI wären ohnehin ausgeschlossen. Ausserdem hätten unzählige Forscher am Nachweis des Higgs-Teilchens gearbeitet, da sei die Ehrung der Ur-Väter ein symbolischer und guter Entscheid.

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