«Apple 1» – Rarität erhält in Solothurn einen Ehrenplatz

Die neue Sonderausstellung im Museum Enter widmet sich der 40-jährigen Firmengeschichte von Apple. Gezeigt werden alle Modelle, die je produziert wurden. König der Ausstellung ist aber der «Apple 1» von 1976. In Solothurn ist eines der weltweit wenigen Exemplare zu sehen, das noch funktioniert.

Wer die altertümlichen Computer im Museum Enter anschaut und dann auf sein iPhone blickt, kann es kaum glauben: Erst 40 Jahre sind vergangen, seit Apple-Gründer Steve Jobs den ersten Apple-Computer zusammengelötet hat.

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Das Museum Enter

Das 2011 in Solothurn eröffnete Museum Enter zeigt Radio- und TV-Geräte, Rechenmaschinen und Computertechnik. Es wird von einer Stiftung getragen und von privaten Stiftern und Sponsoren finanziert. Dank der Apple-Sonderausstellung will Enter die Besucherzahl von heute ca. 10'000 pro Jahr deutlich steigern und finanziell selbsttragend werden.

Vom «Apple 1» wurden nur 200 Stück in der Garage der Familie Jobs in Handarbeit hergestellt und zum Preis von damals 666 Dollar verkauft. Das sind heute umgerechnet ca. 3000 Franken. Das Gehäuse bestand aus Holz, als Bildschirm diente ein handelsüblicher TV-Monitor.

Vom Computer-Dinosaurer zur Apple-Watch

Von den 200 produzierten Stück existieren nur noch wenige. Und von denen, die es noch gibt, funktionieren die meisten nicht mehr. Auf der ganzen Welt gibt es nur noch acht oder neun «Apple 1», die funktionieren, schätzt Felix Kunz. Der Gründer des Museums Enter besitzt eines dieser seltenen Exemplare.

In der Sonderausstellung «40 Jahre Apple» ist dieser «Apple 1» zu sehen, zusammen mit allen anderen Produkten, die Apple entwickelt hat. Die Sammlung ist fast lückenlos und fast alle Exponate sind noch betriebsfähig.

So sind beispielsweise auch der «Twentiest Anniversary MAC» zu sehen, der erste iPod, der erste Macintosh 128k, der Newton Handheldcomputer und der NeXT-Computer, den Steve Jobs nach seinem Austritt aus der Firma entwickelt hat.