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Legende: Audio Der Aargau unterstützt Arbeitslose, wenn sie in Deutschland arbeiten wollen abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
02:15 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.05.2019.
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Arbeitslose nach Deutschland? Der Aargau hilft bei der Jobsuche im Ausland

  • Der Kanton Aargau informiert seine Arbeitslosen gezielt, wie sie in Deutschland eine Arbeit finden und wie das Arbeiten als Grenzgänger funktioniert.
  • Die Aktion richtet sich an Arbeitslose, die nahe der deutschen Grenze wohnen und über 50 Jahre alt sind.
  • Man zwinge aber niemanden, im Ausland zu arbeiten und vermittle auch keine Stellen in Deutschland, versichern die Behörden.

«Es gab Leute, die auf uns zukamen und fragten, ob sie auch in Deutschland eine Stelle suchen können», erklärt Isabelle Wyss, Leiterin der Sektion Arbeitsmarktliche Integration beim Kanton Aargau. Nun organisiert der Kanton einen Info-Anlass, um diese und andere Fragen zu beantworten. Etwa, wie das mit der Krankenkasse oder der Versicherung funktioniert, wenn man als Schweizer in Deutschland arbeitet.

«Wir haben die Personen sehr spezifisch angeschrieben», erklärt Wyss. Die Zielgruppe sind Personen, die bereits seit einiger Zeit arbeitslos sind, im Norden des Kantons an der Grenze zu Deutschland wohnen und über 50 Jahre alt sind. «In Deutschland sind die Arbeitgeber offener gegnüber älteren Arbeitnehmern, 50+ ist hier kein so grosses Thema wie in der Schweiz», sagt Wyss.

Arbeiten für die Moral statt fürs Portemonnaie

Auch andere Kantone haben ältere Arbeitslose künftig auf die Möglichkeit hingewiesen eine Stelle in Deutschland zu suchen, wie der «Blick» am Montag und Dienstag berichtet. Bei einigen Empfängern der entsprechenden Informationschreiben kam das allerdings gar nicht gut an.

Auch im Aargau hätten sich einige Personen über die Einladungen zum Info-Anlass geärgert. Isabelle Wyss versteht, dass eine solche Einladung in gewissen Situationen negativ betrachtet werden kann. Mit Kritik gerechnet habe man aber nicht, schliesslich sei der Anlass freiwillig. Die Behörden rechnen denn auch damit, dass von den angeschriebenen 200 Personen nur ein Bruchteil teilnimmt.

Finanziell soll eine Anstellung in Deutschland für Aargauer Arbeitslose kein Nachteil sein, sagt Wyss. Zwar seien die Löhne in Deutschland tiefer, der Kanton vergüte aber mit Ausgleichszahlungen einen Teil der Differenz. Dadurch erhalte man gleich viel Geld wie als Arbeitsloser in der Schweiz.

Entscheidend seien aber nicht nur die Finanzen, glaubt Wyss. «Durch die Arbeit erlangt eine Person wieder mehr Erfahrung und wird auch moralisch profitieren», ist sich die Leiterin der Abteilung Arbeitsmarktliche Integration sicher.

Legende: Video Basel will Schweizer Arbeitslose nach Deutschland schicken abspielen. Laufzeit 07:26 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.05.2019.
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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Sowas von menschenverachtend! Danke für die Umsetzung der MEI! Da strömen immer noch Zehntausende jedes Jahr in unser Land, und dann sowas. Nicht zu fassen. Aber wenn ich im TV gesehen habe, wer und wie gesprochen hat, wunderts mich dann gar nicht mehr, dass man auf solche abstrusen Ideen kommt. Ist unsere Regierung nicht in erster Linie für das Wohl der Einheimischen verantwortlich, oder welchen Eid schwören die?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Diesen Bericht (Absicht) des Kantons Aargau, muss man mehrmals lesen, um eine solche absurde "Idee" überhaupt glauben zu können! Täglich kommen über 300000 (!) Grenzgänger aus den umliegenden Länder in die Schweiz, um hier zu arbeiten (und angeblich bitter nötig seien, um unsere wirtschaftlichen Verpflichtungen erfüllen zu können!). Anderseits finden die 30000 über 50-jährigen Arbeitslosen (RAV-Kunden), trotz allen Versuchen keinen Job ! Warum ist das? Grenzgänger kosten weniger, als Schweizer!
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    1. Antwort von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
      Pflichte in vollkommen zu. Die alten Arbeitslosen sollen abgeschoben werden um billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Ich glaube langsam aber sicher die Politik ist am Verblöden.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Wir alle (die sich so leicht manipulieren lassen) tragen für solche absurde Ideen Mitschuld, Frau Eberhard. "Wir" wählen immer wieder die "falschen" Politiker(innen) und lassen uns von ihnen und deren gut gesinnten Wasserträgern (Medien, Wirtschaft, Linksideologen, denen das Wort "Anstand" abhanden kam) laufend beeinflussen und manipulieren! Wer gegen diesen Strom schwimmt, wird zum "Aussätzigen" und wird zum "Hinterwälder" gemacht! Wir "Geächteten" sollten halt auch einmal demonstrieren!
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