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Legende: Audio Das Mittelalterbad ist ein Fund von nationaler Relevanz abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 10.03.2019.
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Archäologischer Fund Mittelalter-Bad in Zofinger Altstadt zuschütten oder ausstellen?

Das Zofinger Badhaus: Bei Bauarbeiten beim Pulverturm in der Zofinger Altstadt kamen im Herbst 2018 Mauern hervor: Überreste eines Badhauses von 1545. «Obwohl das Baden oder Waschen in öffentlichen Badehäusern bis weit ins 20. Jahrhundert zum städtischen Alltag gehörte, sind nur eine Handvoll davon archäologisch untersucht», schreibt die Aargauer Kantonsarchäologie auf ihrer Webseite. Der Fund sei deshalb von nationaler Relevanz.

Der Wunsch der Grünen: Eine Motion der Zofinger Grünen verlangte, das Badhaus solle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Man soll doch die Badestube «in geeigneter Form sichtbar machen», eine Überdachung oder ein Bodenfenster aus Panzerglas wären toll. «Es wäre schade, wenn die Ausgrabungen Parkplätzen und dem Durchgangsverkehr zum Opfer fallen würden», monierten die Grünen. Nun liegt die Antwort der Zofinger Stadtregierung auf den Vorstoss vor. Sie listet drei Varianten auf, und was sie kosten.

Variante 1, Museum: Eine vollständige Aufdeckung und Konservierung der Ruine kostet rund 1 Million Franken. Der Raum müsste belüftet und im Winter beheizt werden, damit kein Schimmel entsteht.

Überreste
Legende: zvg/Kantonsarchäologie Aargau

Variante 2, Schaufenster: Eine Teilaufdeckung, mit archäologischem Bodenfenster mit Panzerglasabdeckung, kostet rund 350'000 Franken. Archäologen des Kantons haben aber Bedenken bei dieser Variante: Panzerglas zerkratze, man müsste den Raum darunter belüften, und mit der Sonneneinstrahlung werde es im Raum unter dem Glas zu warm.

Variante 3, Zuschütten: Der Zofinger Stadtrat befürwortet das Zuschütten der Ruine. Mit Infotafeln und einer virtuellen Rekonstruktion könnten die Besucher und Einwohner Zofingens informiert werden. Kostenpunkt: 50'000 Franken. Die archäologische Fundstelle habe die Bevölkerung bewegt, schreibt der Stadtrat. Man zolle der «Stadt unter der Stadt» grossen Respekt. Aus finanziellen und technischen Überlegungen habe man aber diese Lösung gewählt.

Parlament muss wählen: Nun entscheidet das Parlament, ob es der Idee des Stadtrats folgen möchte. Falls nicht, müsste der Stadtrat einen Planungskredit beantragen, um eine andere Lösung zu finden.

Ruine
Legende: zvg/Kantonsarchäologie Aargau
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