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Asyl-Grossunterkunft im Aargau Scherbenhaufen? Nun fällt auch Baden-Rütihof weg

Legende: Audio Auch in Baden gibt es keine Grossunterkunft abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
02:07 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 22.02.2019.
  • Die Aargauer Regierung muss eine Asyl-Grossunterkunft für Flüchtlinge organisieren. So will es das Kantonsparlament.
  • Mit der Standortsuche hapert es aber. Von 5 Grundstücken, welche Einwohnergemeinden gehören, ist keines mehr übrig.
  • Küttigen, Fislisbach, Obersiggenthal und Rothrist haben dem Kanton schon länger eine Absage erteilt. Nur Baden war bereit zu Gesprächen.
  • Auch dieser Standort fällt nun aber weg. Die offizielle Begründung der Regierung: Der Grundstück am Standort Steiacher in Baden-Rütihof sei zu klein für eine Grossunterkunft.
Eine grosse Wiese und Wohnblöcke rund herum.
Legende: Steiacher, Baden-Rütihof: Hier hätten sich die Aargauer Regierung und der Stadtrat von Baden ursprünglich eine Asyl-Grossunterkunft vorstellen können. SRF

Eigentlich sollte der Kanton vier bis fünf solche Unterkünfte bauen lassen. Die Regierung will aber zuerst eine Pilot-Grossunterkunft realisieren. Doch schon dieses Projekt gestaltet sich schwierig. Das zuständige Departement hat rund 300 Parzellen im Aargau geprüft. 8 Standorte hat sie ausgewählt, 5 davon sind im Besitz von Gemeinden und 3 gehören Privaten.

Vorgaben nicht erfüllt

Die gemeindeeigenen Grundstücke fallen nun alle weg. Küttigen, Fislisbach, Obersiggenthal und Rothrist haben eine Grossunterkunft abgelehnt, beziehungsweise haben andere Pläne für die Grundstücke. Baden war zu Gesprächen bereit. Es gab aber Widerstand gegen die Unterkunft mitten im Wohnquartier.

Der Kanton und die Stadt Baden hätten sich nun gemeinsam entschieden, die Pläne nicht weiter zu verfolgen, erklärt Regierungsratssprecher Peter Buri gegenüber SRF. Das Gebiet Steiacher in Baden-Rütihof sei für für eine Unterkunft von mindestens 150 Flüchtlingen zwar gross genug, aber der Platz rundherum reiche nicht. Das erfülle die Vorgaben nicht.

Scherbenhaufen oder Hoffnung auf Private?

Unter dem Strich haben damit alle Gemeinden abgesagt. Es bleiben noch drei mögliche private Grundstücke. Die Regierung führte «Gespräche über die Verhandlungsbereitschaft» mit privaten Eigentümern. Wo diese privaten Grundstücke liegen, sagt die Regierung nicht. Erst wenn etwas spruchreif würde, informiere man Gemeinde und Bevölkerung, heisst es auf Anfrage.

Bleibt noch die Idee mit kantonseigenem Land. Das habe man bereits früher geprüft, sagt Regierungssprecher Peter Buri gegenüber SRF. Die kantonalen Parzellen erfüllten die Vorgaben ebenfalls nicht. Man müsse dies nun aber nochmals anschauen. Der Regierungsrat sagt erst im Frühling, wie es genau weiter geht. Konkret bestimmt werden soll der Standort für die Grossunterkunft später.

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