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Aargau Solothurn Atomendlager: In diesen Aargauer Gemeinden soll gebohrt werden

Wo soll das Atomendlager hinkommen? Um diese Frage zu beantworten, will die Nagra Probebohrungen am Bözberg und im Zürcher Weinland durchführen. Im Aargau sind die Standorte nun bekannt. Die Nagra gibt acht Gesuche ein, will aber nur an maximal fünf Standorten bohren.

Legende: Video «Bözberg und Zürcher Weinland im Fokus der Nagra» abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.09.2016.
  • Die Nagra hat bekannt gegeben, an welchen Standorten im Kanton Aargau Sondierbohrungen für ein Atommüll-Endlager gemacht werden sollen
  • Gesuche für je zwei Sondierbohrungen stellt die Nagra in den Gemeinden Bözberg, Effingen und Remigen
  • Jeweils ein Gesuch stellt sie für die Gemeinden Riniken und Zeihen

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat am Dienstag beim Bundesamt für Energie (BFE) die Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht. Mit den Bohrungen will sie in den beiden Regionen Jura Ost und Zürich Nordost herausfinden, wie es im Erdinnern wirklich aussieht. In der Region Bözberg hat sie acht Gesuche eingereicht. Bohrungen, so die Nagra, soll es aber nur an zwei bis fünf Standorten geben.

Die Nagra hat für die beiden möglichen Standorte eines geologischen Tiefenlagers für radioaktive Abfälle je acht Gesuche eingereicht. Im Kanton Aargau (Gebiet Jura Ost) betreffen diese die Gemeinden Bözberg, Effingen, Remigen, Riniken und Zeihen. In der Region Zürich Nordost will die Nagra in sechs Gemeinden Probebohrungen durchführen.

Bohrstart im übernächsten Jahr?

Bis die Bohrmaschinen in den beiden Gebieten auffahren werden, dauert es noch einige Zeit. Die Nagra geht davon aus, dass die Bewilligungen frühestens Mitte 2018 vorliegen werden.

Effektiv bohren will sie gemäss einer Medienmitteilung vom Dienstag ohnehin erst, wenn die Etappe 2 im Auswahlverfahren für ein Tiefenlager abgeschlossen ist und der Bundesrat entschieden hat, in welchen Gebieten die Abklärungen vertieft werden sollen. Dieser Entscheid fällt nicht vor Ende 2018.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Immerhin besser als die 28'000 Fässer und die 14'000 Kisten Atommüll der Eu und Russlands, die seit Jahren unsere Meere verseuchen. Was aber definitiv klar ist, eine Technologie, die soviele massive Probleme macht hat keine Zukunft!!
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Wenn man sich die Diskussion um den Standort für das Atommüllendlager in der Schweiz anschaut, würde man sich wünschen das man früher auf Alternative Energien gesetzt hätte. -Eine Solaranlage oder ein Windrad gäbe weniger zu reden als der verstrahlte Müll!
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    1. Antwort von Pascal Giger (PIGI)
      Der Atommüll ist in der Tat ein riesen Problem. Insbesondere aber die Windenergie hätte dies in der Schweiz nie verhindert werden können. Aus etwa 800 bis 1000 Windkraftanlagen mit je 200m Höhe müsste die Schweiz hinstellen, um ca. 6% des aktuellen Energiebedarfs zu decken. Solar ist da flächendeckend eher in der Lage hier Gegensteuer zu setzen! Kostenseitig für viele EFH Besitzer immer noch uninteressant. Hier geht die Firma Younergy neue Wege! Wind in CH hat keine Zukunft.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die Entsorgung der radioaktiven Abfälle zeigt deutlich die Grenzen der Demokratie auf. Bei der Abstimmung über die AKW's in den 70-er Jahren hat eine grosse Mehrheit für die AKW's gestimmt, bei der Entsorgung der Abfälle gibt es nun riesigen Widerstand von überall. So kann Demokratie nicht funktionieren! Man hätte damals die Entsorgung in die Abstimmung mit einbeziehen sollen, wer für AKW's ist, müsste auch Ja zum Abfall sagen, alles andere ist inkonsequent und unglaubwürdig. Danke, AKW Lobby!
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