Bad Zurzach: Der Baustopp im Schlosspark ist definitiv

Die Auflagefrist für die Planungszone ist verstrichen, der Beschluss des Gemeinderats definitv. Vorerst werden keine Mehrfamilienhäuser auf dem Schlosspark gebaut. Gemäss Baugesetz bleiben dem Gemeinderat nun fünf Jahre Zeit, um über die Zukunft des Schlossparks zu entscheiden.

Auf der linken Seite des Parks würden vier Wohngebäude neben das Schloss gebaut Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vorerst keine Mehrfamilienhäuser: Links neben dem Schloss war die Überbauung in den Park geplant. zvg

Die Auflagefrist für die verhängte Planungszone des Gemeinderats ist abgelaufen. Beim Gemeinderat ist keine Einsprache eingegangen gegen den Baustopp beim Schlosspark, wie Gemeindeammann Peter Fuchs am Dienstag gegenüber Radio SRF bestätigte. Nun habe die Gemeinde fünf Jahre Zeit um sich zu überlegen, wie es mit dem Schlosspark weitergeht.

Der Gemeinderat hatte die Planungszone erlassen, weil er sich nicht sicher ist, ob der Schlosspark in Bad Zurzach wirklich bebaut werden soll. Die Grundbesitzerin (Antonie Deusser Stiftung) wollte Mehrfamilienhäuser und exklusive Wohnungen errichten. Nur so könne sie sich langfristig den Unterhalt der exklusiven Fabrikantenvilla im Schlosspark leisten, so die Begründung.

Gemeindeammann Reto Fuchs sagte dazu Mitte Januar gegenüber dem «Regionaljournal Aargau Solothurn»: «Wir müssen uns zuerst überlegen, ob wir das wirklich wollen oder den Schlosspark eher als Naherholungsgebiet erhalten wollen».

Zukunft noch unklar

Was die Gemeinde nun vor hat, ist noch nicht klar. «Das Schloss und den Park können wir nicht kaufen», erklärt Reto Fuchs. Dafür fehle der Gemeinde schlicht das Geld. «Wir machen uns Gedanken, wie es weitergehen soll.»

Falls die Gemeinde Bad Zurzach den Schlosspark aber wirklich als Naherholungsgebiet erhalten will, muss sie früher oder später wohl doch über einen Kauf nachdenken. Denn die Antonie Deusser Stiftung hatte klar kommuniziert, dass sie eine solche Lösung nicht unterstützen könne.