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Legende: Audio Gemeindeammann Fuchs: «Wir freuen uns, dass es endlich los geht.» abspielen. Laufzeit 03:12 Minuten.
03:12 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.06.2019.
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Bad Zurzach «Wir können es uns nicht leisten, nichts zu tun!»

Auf Bad Zurzach kommen grosse Veränderungen zu. Im Zuge des Baus der Ortsumfahrung soll das Zentrum der historischen Ortschaft (nicht Stadt, sondern «Flecken») umgestaltet werden. Die Gemeindeversammlung stimmte einem am Donnerstag eine Kredit von 17.7-Millionen mit 172 zu 20 Stimmen deutlich zu.

Gemeindeammann Reto S. Fuchs sagt im Interview, wie die Gemeinde Bad Zurzach dieses Geld investieren will und ob sich die Gemeinde diese Investition überhaupt leisten könne.

SRF: Die Gemeindeversammlung hat dem Kredit für das Fleckenkonzept deutlich zugestimmt. Sind Sie froh über diesen deutlichen Entscheid?

Es ist eine Riesenfreude, dass die Bevölkerung den Gedanken folgen kann, die seit 2005 gewälzt werden. Man ist natürlich froh, dass man eine breite Unterstützung erhält, und das haben wir gestern auch gespürt von den Anwesenden – obwohl die Investition natürlich auch ein Risiko ist.

Was ist mit den 17.7 Millionen Franken geplant?

Wir haben heute einen Durchgangsverkehr von über 10'000 Fahrzeugen durch den Flecken. Mit der Umfahrung verschwindet der Transitverkehr aus dem Ort. Es geht also darum, den Flecken wieder wohnlicher zu gestalten. Es soll zum Beispiel Begegnungszonen geben, die durch den Verkehr verloren gingen. Der Lebensraum soll zurück ins Zentrum kommen.

Von 17.7 Millionen sind übrigens nur ca. 11 Millionen direkt für die Aufwertung des Zentrums. Die restlichen Millionen werden in den sowieso nötigen Ersatz von Wasser- und Abwasserleitungen investiert.

Innenstadt-Gasse
Legende: So sieht es aktuell in Bad Zurzach aus. Der Verkehr rollt durch die historische Altstadt. SRF

Für eine Gemeinde mit bloss etwas mehr als 4000 Einwohnern ist das viel Geld. Kann sich Bad Zurzach das leisten?

Wenn man das rein monetär ansieht, dann gehen wir da natürlich ein Risiko ein. Die Frage ist aber nicht, ob wir uns das leisten können, sondern ob wir es uns leisten können, nichts zu tun. Wir sind klar der Meinung, dass wir diesen mutigen Schritt vorwärts machen sollen, damit wir auf längere Zeit hin wieder ein schönes Ortszentrum haben.

Auf die Gemeinde kommt nun eine spannende, aber auch bauintensive Zeit zu, mit dem Bau der Umfahrung und der Umgestaltung des Fleckens. Freuen Sie sich darauf?

Ja, wir freuen uns darauf, dass wir jetzt richtig vorwärts gehen können und dass man endlich auch etwas sieht von all den Bemühungen der letzten Jahre. Natürlich wird es durch die Bauarbeiten Staub, Lärm und Verkehrsbehinderungen geben. Die Sanierungen laufen über mehrere Jahre. Wir haben an der Gemeindeversammlung darüber gesprochen, und man ist sich dessen bewusst. Trotzdem blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns auf den neuen Flecken.

Das Gespräch führte Andreas Brandt.

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