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Bahnausbau 2035 Keine Sonderbehandlung für Oensingen

Trotz Widerstand aus der Region muss sich der Regierungsrat nicht speziell für den Intercity-Halt Oensingen einsetzen.

Legende: Audio Pro und Contra: So diskutierten die Solothurner Kantonspolitiker abspielen. Laufzeit 03:35 Minuten.
03:35 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 29.01.2019.

Die Situation heute: Stündlich verkehrt ein Intercity von Oensingen über Olten-Zürich HB nach St. Gallen bzw. über Solothurn nach Lausanne. Die Fahrzeit von Oensingen an den Zürcher Hauptbahnhof beträgt 44 Minuten.

Die Änderung: Mit dem Bahnausbau 2035 wird der Intercity nicht mehr in Oensingen halten. Dafür gibt es neu pro Stunde zwei Regioexpress-Züge. Diese fahren von Oensingen über Egerkingen, Olten, Aarau, Lenzburg, Dietikon, Zürich Altstetten an den HB. Die Fahrzeit Oensingen-Zürich HB wird so 11 Minuten länger.

Der Widerstand: 11 Minuten länger nach Zürich HB sei eine deutliche Verschlechterung, kritisiert Oensingens Gemeindepräsident Fabian Gloor (CVP). In der Region hat sich darum ein Komitee formiert, das für den IC-Halt kämpft. Verschiedene Kantonspolitiker wollten den Regierungsrat dazu auffordern, sich spezifisch für den IC-Halt einzusetzen.

Zug vorbeifahrend
Legende: Der Intercity wird in Zukunft wohl in Oensingen nicht mehr halten und über die Neubaustrecke von Solothurn nach Olten fahren. Keystone

Die Debatte im Parlament: Im Kantonsrat wurde am Dienstag betont, zwei Regioexpress-Züge pro Stunde seien ein Fortschritt und kein Rückschritt. Ausserdem führe ein erzwungener IC-Halt in Oensingen zu negativen Auswirkungen auf den neu geplanten Regioexpress, auf die Regionalzüge, auf die geplante ÖV-Drehscheibe Egerkingen und auf den Güterverker.

Der Rückzieher: Deshalb wurde das ursprüngliche Anliegen zurückgezogen, so dass nicht «Regionen gegeneinander ausgespielt werden» (Josef Fluri, SVP). Würde der Halt in Oensingen beibehalten, könne es sein, dass stattdessen der Halt in Grenchen wegfalle, befürchtete eine Mehrheit.

Der Entscheid: Zur Abstimmung stand im Kantonsparlament schlussendlich nur noch die Forderung, dass sich der Regierungsrat für Anschlüsse in Oensingen, Olten, Solothurn und Grenchen einsetzen muss. Diese milde Forderung kam einstimmig durch.

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