Standplätze für Fahrende Bald eine neue Bleibe im Kanton Solothurn für Schweizer Fahrende?

Seit Jahren ist der Kanton auf der Suche nach einem Ort, an dem ein Standplatz für die Wohnwagen Schweizer Fahrender eingerichtet werden könnte. Der geplante Ort im Schachen in Deitingen ist keine Option mehr, es könnte sich aber eine andere Variante anbieten.

Der geplante Standplatz im Schachen Deitingen – auf dem Gebiet der Gemeinde Flumenthal – stiess bei den Schweizer Fahrenden nicht auf Gegenliebe. Sie wollten nicht neben dem Gefängnis, einer Hochspannungsleitung, der Autobahn und einem geplanten Asylzentrum wohnen. Auch die jenische Solothurner Familie Huber wollte nicht von ihrem Platz im Steinbruch Rüttenen nach Deitingen ziehen. Im Januar 2016 verliessen sie nach vielen Jahren ihren Platz – kurz vor der möglichen Räumung durch die Polizei.

Mehrere Wohnwagen auf einem Standplatz für Fahrende. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit Jahren ist der Kanton Solothurn auf der Suche für einen Standplatz für Schweizer Fahrende. (Symbolbild) Keystone

Laut Rolf Glünkin vom Solothurner Amt für Raumplanung ist der Schachen nun keine Option mehr. «Der Widerstand der Fahrenden war zu gross.»

Die Schweizer Fahrenden könnten nicht beliebige Ansprüche an einen Platz stellen, so Glünkin. Wenn ein Standplatz aber grundsätzlich abgelehnt werde, dann sei es auch nicht sinnvoll, diesen zu erstellen.

Neue Verhandlungen Anfang 2017

Nun plant der Kanton Solothurn an einem anderen Ort einen Standplatz. Wo dieser zu stehen kommen soll, will Rolf Glünkin allerdings noch nicht bekannt geben. Zuerst sollen die möglichen Standorte mit der Radgenossenschaft der Landstrasse diskutiert werden.

Auch zu einem Zeitplan will sich Glünkin noch nicht äussern. Nach den Fahrenden müsse der Kanton auch mit der möglichen Standortgemeine Kontakt aufnehmen. Gegen den Willen der betroffenen Gemeinde wolle man keinen Standplatz einrichten – auch wenn die Suche nach möglichen Standorten schwierig sei.