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Aargau Solothurn Bauern-Familie auf dem Aare-Inseli sieht Existenz in Gefahr

Seit über 100 Jahren bauert die Familie Antener auf dem Aare-Inseli bei Nennigkofen. Mit einer Fähre bringt sie Maschinen und Gäste auf die Insel. Nun aber hat die Polizei per sofort den Personen-Transport verboten. Die Familie sieht ihre Existenz in Gefahr.

Der Bauernbetrieb der Familie Antener ist eine Besonderheit. Nur übers Wasser ist er erreichbar. Er liegt auf der Aare-Insel zwischen Nennigkofen und Selzach im Kanton Solothurn.

Auf die Insel führt eine Fähre. Seit 33 Jahren ist diese in Betrieb. 13 Meter lang ist sie, und an einem Seil befestigt. Motor hat die Fähre keinen, man zieht sich von Hand per Seil auf die Insel.

Die Fähre ist offenbar seit Jahren gefährlich

Die Fähre braucht die Bauern-Familie zum Transport von Gästen. Sie richtet ab und zu Apéros aus für Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten. Und die Bauernfamilie braucht die Fähre auch, um mit dem Traktor ins Dorf zu fahren und dort die Milch abzuliefern.

Unsicher sei die Fähre, sagt jetzt aber die Kantonspolizei Solothurn. Festgestellt wurde dies bei einer Kontrolle Mitte September 2013. «Per Zufall» sei man auf die Fähre aufmerksam geworden, sagt Polizei-Sprecher Andreas Mock gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn und gibt zu, dass die Fähre zuvor jahrelang nicht aufgefallen sei. Kontrollen wurden nicht durchgeführt.

«Im Nachhinein muss man von Glück sprechen, dass beim Transport von Personen nichts passiert ist», sagt Andreas Mock. Deshalb ist nun der Personen-Transport per sofort verboten worden. Für den Waren-Transport darf die Fähre bis zu einer Frist unter Auflagen noch benutzt werden.

Bauern verlangen mehr Zeit

Die Frist ist der Bauernfamilie aber zu kurz. Sie verlangt mehr Zeit und hat deshalb beim Kanton Beschwerde gegen die Verfügung der Polizei eingereicht. Sie bräuchten mehr Zeit, um eine neue Fähre zu beschaffen, sagt Verena Antener im Regionaljournal Aargau Solothurn. Die Fähre sei nämlich eine Spezialanfertigung, müsse zuerst in Auftrag gegeben und gebaut werden.

Zudem möchten die Anteners zuerst Gewissheit, wie es mit ihrem Bauernbetrieb überhaupt weiter geht. Sie möchten den Betrieb umstellen und einen Gästeraum bauen, um ihre Gäste am Trockenen bewirten zu können. «Wir möchten zuerst wissen, ob uns das bewilligt wird. Sonst nützt uns auch eine neue Fähre nichts», sagt Verena Antener.

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