Baugesuch für Bäderquartier in Baden verzögert sich erneut

2013 hätte das Baugesuch für das neue Bäderquartier in Baden eingereicht werden sollen. Für das Thermalbad von Stararchitekt Mario Botta und für das neue Wohn- und Geschäftshaus wäre alles bereit, heisst es bei der Besitzerin Verenahof AG. Verzögerungen gibt es aber bei der Reha-Klinik.

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Bildlegende: Das Baugesuch für das geplante Thermalbad von Baden verzögert sich. Visualisierung des Bades mit den Fingern. zvg

Seit sieben Jahren läuft die Planung für das grosse Bauprojekt an der Limmat in Baden: Ein modernes Thermalbad, gebaut vom Schweizer Stararchitekten Mario Botta, dazu ein neues Wohn- und Geschäftshaus und eine Rehaklinik.

Die Besitzerin des Areals, die Verenahof AG, wollte das Baugesuch noch in diesem Jahr eingeben. Das wird wohl nicht gehen, erklärt nun Verwaltungsratspräsident Benno Zehner gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Das Problem ist weder das prunkvolle Thermalbad noch das daneben liegende Wohn- und Geschäftshaus. Für beide Projekte seien die Baugesuche bereit, erklärt Benno Zehnder. Probleme gibt es bei der zukünftigen Reha-Klinik. Diese soll im sogenannten Verenahof-Geviert entstehen. Gemeint sind damit die Gebäude der Hotels Verenahof, Bären und Ochsen.

«  Die Auflagen der Behörden sind - betreffend Denkmalschutz - viel härter geworden. Anfangs war dies noch nicht so. »

Benno Zehnder
Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG

«Die Auflagen der Behörden sind - betreffend Denkmalschutz - viel härter geworden. Anfangs war dies noch nicht so», erklärt Benno Zehnder. Weil er alle drei Baugesuche gleichzeitig eingeben möchte, wartet er nun ab. Zehnder hofft, dass die Baugesuche aber im Januar 2014 endlich eingegeben werden können.

Stadt widerspricht Zehnder

Kein Verständnis für die Vorwürfe von Benno Zehnder hat der zuständige Badener Stadtrat Markus Schneider: «Der Denkmalschutz ist sogar eher kulanter geworden, als strenger», sagt Schneider gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

«  Der Denkmalschutz ist sogar eher kulanter als strenger geworden. »

Markus Schneider
Stadtrat Baden

Laut dem kantonalen Denkmalschutz ist man sich mit dem Bauherrn nur in einem kleinen Punkt noch nicht einig. Es geht um Lichthöfe im Innern des alten Hotels Verenahof. Für den Umbau dieser Lichthöfe habe Bauherr Zehnder Wünsche, die sich nicht mit dem Gesetz vereinbaren liessen, heisst es auf Anfrage.

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Bildlegende: Visualisierung des Thermalbades von Mario Botta: Einblick in den vierten Finger mit dem grössten Becken der Bäderanlage. zvg

Keine Reha-Klinik mehr im Bäderquartier?

Gleichzeitig deutet er an, dass im schlimmsten Fall keine Reha-Klinik im Verenahof-Geviert gebaut wird. Vielleicht werde man den Platz anders nutzen, aufgrund der neuen, «strengeren Restriktionen des Kantons Aargau und der Stadt Baden».

Festhalten will Benno Zehnder hingegen am ehrgeizigen Terminplan: Im Frühling 2014 soll gebaut werden, und 2015 soll das Thermalbad seine Türen öffnen. Finanziell gesehen muss sich der Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG jedenfalls keine Sorgen mehr machen. Zehnder hat die Crédit Suisse als Investorin an Land gezogen.

Crédit Suisse investiert bis zu 250 Millionen Franken

Im Sommer haben beide Parteien eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Die Crédit Suisse will alle drei Teilprojekte realisieren: das Thermalbad, das Wohn- und Geschäftshaus und die Reha-Klinik. Das Bäderquartier wird damit zwischen 200 und 250 Millionen Franken kosten.