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Aargau Solothurn Beim Brand in der KVA Oftringen nahm die Umwelt keinen Schaden

Ein Brand richtete am Mittwochmorgen in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Oftringen grossen Schaden an. Es gab keine Verletzten und auch die Umwelt kam nicht zu Schaden. Die KVA muss den Betrieb für mehrere Wochen einstellen.

Legende: Video Brand in Kehrichtverbrennungsanlage abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.05.2015.

Am Mittwoch um 05:30 entdeckten Mitarbeiter der KVA Oftringen unüblichen schwarzen Rauch. Im Bereich der Abgasreinigungsanlage war ein Brand ausgebrochen. Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau erklärte gegenüber Radio SRF, dass sich das Feuer rasch über mehrere Etagen ausbreitete. Dicker schwarzer Rauch und Flammen drangen aus den Fenstern im obersten Stockwerk.

Ein Grossaufgebot der Feuerwehren von Oftringen, Zofingen und Olten rückte aus und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Das Feuer konnte vollends gelöscht werden. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen ausgenommen. Die Brandursache muss noch geklärt werden.

Keine Gefahr für Umwelt und Menschen

Ein Angestellter der KVA klagte in der Folge über Atembeschwerden. Er erlitt jedoch keine Rauchvergiftung.

Auch die Umwelt kam nicht zu Schaden. Weil sämtliches Löschwasser in Rückhaltebecken des Betriebs gefasst wurde, war die Umwelt gemäss Polizeiangaben nicht gefährdet. Und auch die weit herum gut sichtbare Rauchwolke stellte weder für die Natur noch für die Bevölkerung eine Gefahr dar.

Betriebsausfall von unbekannter Dauer

Anlage entstand gemäss Bernhard Graser ein grosser Schaden. Beziffern lässt sich dieser jedoch noch nicht.

Der Brand sei am Ende einer 6-wöchigen Umbauphase im Stillstand losgegangen erklärte der Geschäftsführer der KVA Oftringen, Jacques Hartmann gegenüber SRF. Nun werde der Stillstand andauern. «Wie lange der Betriebsausfall genau dauert, kann ich nicht sagen. Ich rechne aber mit mehreren Wochen».

Der Abfall werde sich jedoch nicht zu Bergen auftürmen. Der Kehricht konnte auf andere Anlagen umgeleitet werden. Dies sei auch nötig. Wegen des geplanten Ausfalles habe man bereits viele Kehricht-Ballen pressen müssen. Man habe nicht noch mehr Platz um Kehricht zwischenzulagern.