Benefiz-Lauf in Olten: «Zeit zum Reden und Fotos knipsen»

Zum dritten Mal startet am Sonntag in Olten die internationale Benefiz-Laufveranstaltung «Wings For Life World Run». Auch die Solothurner Triathletin Daniela Ryf ist dabei bei diesem Breitensport-Anlass. Sie startet ohne grosse sportliche Ambitionen, freut sich aber auf Gespräche und «Selfies».

Eine grosse Gruppe von Läuferinnen und Läufer im Regen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Wetter sollte in diesem Jahr besser mitspielen als noch 2015: Damals starteten rund 3800 Teilnehmende in Olten. zvg/Wings For Life World Run

Die Stiftung «Wings For Life» unterstützt medizinische Forschungsprojekte im Bereich Rückenmarksverletzungen. Das grosse Ziel von Stiftungsgründer und Redbull-Chef Dietrich Mateschitz ist die Heilung von Querschnittlähmung. Unterstützt werden von der österreichischen Stiftung unter anderem auch Forschungsprojekte am Paraplegikerzentrum in Nottwil oder an der Balgrist-Klinik in Zürich.

Daniela Ryf beim Zieleinlauf anlässlich eines Rennens Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Daniela Ryf steckt sportliche Ambitionen am Lauf in Olten zurück. Keystone

International und für einen guten Zweck

Zum dritten Mal sammelt die Stiftung nun mit einem internationalen Laufevent Spendengelder: Am Sonntag starten in 34 Städten weltweit zehntausende Läuferinnen und Läufer gleichzeitig ein Rennen, den «Wings For Life World Run». Die Startgelder und weitere Spenden kommen dabei gemäss Angaben der Veranstalter vollumfänglich der Stiftung zu Gute.

Schweizer Austragungsort ist Olten: Auch die Solothurner Triathletin Daniela Ryf geht an den Start, bereits zum dritten Mal. Sie betont im Gespräch mit SRF, wie «speziell» diese Laufveranstaltung sei. Speziell, weil sie einem guten Zweck diene, weil sie so international organisiert sei und weil sie schliesslich nach einem ganz speziellen Modus abläuft.

Laufen, Reden und Fotos knipsen

Gemessen wird nicht die Zeit, sondern die Distanz. Eine halbe Stunde nach dem Start fährt ein «Catcher Car» die Laufstrecke ab. Wer vom Auto eingeholt wird, der muss das Rennen beenden. Der letztjährige Rekord liegt bei fast 80 Kilometern, Daniela Ryf selber ist vor zwei Jahren immerhin 45 Kilometer gelaufen.

Allerdings: Ihre sportlichen Ambitionen seien nicht sehr gross, betont Daniela Ryf. Ihr geht es um den sozialen Aspekt des Rennens: «In den letzten beiden Jahren habe ich viele Menschen auf der Laufstrecke getroffen, wir haben miteinander gesprochen. Es bleibt sogar Zeit, um Fotos zu machen, ‹Selfies› knipsen und am besten gleich noch während dem Rennen verschicken», so Ryf.

2015 starteten in Olten gut 3700 Läuferinnen und Rollstuhlfahrer. Das Ziel der Veranstalter waren 5000 Teilnehmende, das schlechte Wetter dürfte ihnen damals einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Für die diesjährige Ausgabe ist Daniela Ryf als offizielle Botschafterin des Anlasses nun optimistisch: Das Wetter sollte gemäss Prognosen mitspielen.