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Kantonale Abstimmung Berufswahljahr im Aargau bleibt bestehen

Im Kanton Aargau gibt es mehrere Angebote, die einem Jugendlichen den Berufseinstieg erleichtern sollen. Eines davon ist das Berufswahljahr. Zurzeit besuchen etwa 50 Schüler diese speziellen Klassen. Und das bleibt so. Die Regierung kann das Angebot nicht streichen.

Abschaffung Berufswahljahr

Kanton Aargau: Änderung Schulgesetz: Abschaffung des Berufswahljahrs

  • JA

    49.7%

    86'614 Stimmen

  • NEIN

    50.3%

    87'652 Stimmen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Berufswahljahr können Real-, Sekundar- und Bezirksschüler im 9. Schuljahr anstelle des normalen Unterrichts besuchen. Dabei werden sie von Berufswahllehrern und Berufsberatern begleitet.
  • Die Regierung wollte mit der Abschaffung des Berufswahljahrs im ersten Jahr 0,5 und später 1,2 Millionen Franken sparen.
  • Das Parlament stimmte mit 94 zu 29 Stimmen für die Abschaffung.
  • Das Volk stimmte dagegen, mit knappen 50.3 Prozent Nein-Stimmen.
  • Argument für die Abschaffung war, dass die Berufswahl ist in der normalen Schule integriert. Spezielle Klassen braucht es nicht mehr.
  • Argument für die Beibehaltung des Berufswahljahrs war, das Jahr diene der effizienten Berufsfindung. Schüler lernen auch unbekannte Berufe kennen.

Um die Aargauer Finanzen wieder ins Lot zu bringen, muss der Kanton Aargau Massnahmen ergreifen - entweder Mehreinnahmen generieren oder Ausgaben senken.

Total sind es über 100 Massnahmen, die getroffen wurden. Über vier Vorlagen musste das Stimmvolk entscheiden.

Die Abstimmung zum Berufswahljahr war enorm knapp. Das Thema war umstritten, ein Überblick über die vorhandenen Angebote nicht ganz einfach. Am Schluss fiel der Entscheid knapp, mit 50.3 Prozent Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 43 Prozent.

Viele haben wahrscheinlich das 9. und 10. Schuljahr verwechselt.
Autor: Tanja SuterGrossrätin SVP

Gewisse hätten die Vorlage sicher mit dem 10. Schuljahr verwechselt, ist SVP-Grossrätin Tanja Suter überzeugt. Eigentlich sei das Jahr nicht mehr nötig.

Vielleicht ist es auch ein Signal, dass die Stimmbürger nicht bei der Bildung sparen wollen.
Autor: Eva EliassenGrossrätin Grüne

Eva Eliassen, Grossrätin für die Grünen, wiederum glaubt, dass viele das Angebot des Berufswahljahrs schätzen gelernt haben. Oder aber viele hätten auch die Nase voll von Sparmassnahmen im Bildungsbereich, sagt sie im Interview mit Radio SRF.

Viele Berufswahlangebote

  • In Kleinklassen und der Realklasse: Werkjahr.
  • In Baden und Aarau gibt es ausserdem spezielle Klassen für Schüler, welche noch nicht genügend in der Schweiz integriert sind.
  • All diese Angebote sind Alternativen zum «normalen» 9. Schuljahr.
  • Nach der obligarischen Schulzeit: 10. Schuljahr in der kantonalen Schule für Berufsbildung.

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