Bistum Basel Bischof Felix Gmür will peppigere Predigten

Sämtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums Basel müssen dieses Jahr Seminare besuchen. Das Ziel: Das eigene Predigen reflektieren und auffrischen.

Bibel und Kerze. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Pep in den Predigten im Bistum Basel. Keystone

Die Kirchgänger sollen in der Katholischen Kirche nicht einschlafen, sondern spannende und aktuelle Predigten hören. Das wünscht sich Bischof Felix Gmür, der seinen Sitz in Solothurn hat. Deshalb hat er den Seelsorgerinnen und Seelsorgern Seminare verordnet.

Freiheiten nutzen

Es gehe nicht darum, dass die Prediger künftig eine Show abliefern, wie man das aus Amerika kenne, sagt Thomas Kyburz, der im Bistum Basel für die Bildung zuständig ist. «Aber wir möchten kreativere Predigten. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger sollen Neues ausprobieren.»

Laut Kyburz geniessen die Prediger in der Katholischen Kirche viele Freiheiten, sie müssten diese nur nutzen. Der Bildungsverantwortliche zählt im Interview mit SRF einige Beispiele auf:

  • Bibelstellen mit aktuellen politischen Ereignissen verknüpfen
  • Zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch abwechseln
  • Statt auf der Kanzel predigen, direkt auf das Publikum zugehen