Bözberger Adress-Knatsch: Neue Initiative erfolgreich lanciert

Die Linner versuchen mit einer neuen Initiative doch noch ihre alten Adressen zurück zu bekommen. Im April waren sie mit diesem Begehren an der gemeinsamen Gemeindeversammlung der neu fusionierten Gemeinde Bözberg gescheitert.

Postbote wirft Zeitschriften in einen Briefkasten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Linner möchten ihre alte Postanschrift trotz der Fusion behalten. Keystone

Vor rund zehn Tagen wurden die Unterschriftbögen mit dem neuen Initiativbegehren an alle Bözberger Haushalte verteilt.

Darin bittet das Initiativkomitee die Bözberger um Verständnis für die Anliegen der Linner: «Niemand will bestreiten, dass die Adressfrage erschöpfend diskutiert wurde und dass dazu ein Volksentscheid vorliegt. Und trotzdem ist die Situation unbefriedigend.»

Initiativkomitee ist optimistisch

Und darum geht es: Anfangs Jahr haben die Gemeinden Linn, Gallenkirch, Oberbözberg und Unterbözberg fusioniert und dadurch eine gemeinsame Adresse erhalten: 5225 Bözberg. Damit waren die Linner nicht einverstanden, sie wollten ihre alten Anschriften behalten.

An der gemeinsamen Gemeindeversammlung sind sie mit diesem Begehren gescheitert. Als Folge eskalierte der Bözberger Adress-Streit, sogar eine Beschwerde beim Kanton folgte. Im Juni haben sich das Initiativkomitee und die Gemeinde Bözberg gemeinsam mit dem Kanton auf einen Kompromiss geeinigt. Eine neue Initiative solle den Streit beenden. Diese wurde gemeinsam mit dem Kanton ausgearbeitet und nun an die Haushalte verteilt.

Die Resonanz sei positiv, so Ariane Roth, Mitglied des Initiativkomitees: «Wir sind optimistisch, dass die nötigen 120 Unterschriften zusammen kommen.»

Das letzte Wort hat die Gemeindeversammlung

In einem Punkt ist man sich in Bözberg jetzt schon einig: Der Streit soll auf keinen Fall erneut eskalieren. «Die Debatte soll sachlich bleiben», bestätigt Ariane Roth. Deshalb wolle man auch keine grosse Kampagne fahren, sondern belasse es bei den verteilten Unterschriftsbögen.

Falls die nötigen Unterschriften zusammenkommen, entscheidet im November erneut die Gemeindeversammlung, ob Linn seine alten Adressen zurück bekommt.