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Aargau Solothurn Bootssteg in Wallbach kommt vor das Verwaltungsgericht

Eine Ausnahmebewilligung für einen Bootssteg am Rhein sei nicht gerechtfertigt, findet der Gemeinderat Wallbach weiterhin. Er denkt damit anders als der Aargauer Regierungsrat. Nun kommt der Fall vor das Verwaltungsgericht.

Rhein und das Dorf Wallbach
Legende: Ein Bootssteg in Wallbach kann so rasch nicht realisiert werden. Zuerst muss nun das Verwaltungsgericht entscheiden. Wikimedia Commons/Dimelina

Die Interessengemeinschaft Bootssteg möchte in Wallbach eine Anlegestelle für Sportboote errichten. Doch der Gemeinderat wehrt sich schon länger. Die IG hatte zwar Rückendeckung von der Aargauer Regierung erhalten. Ein Steg sei am Standort Brütschengasse-Chalch nicht auszuschliessen, befand dieser. Nun aber macht der Gemeinderat Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht gegen diesen Entscheid.

Keine Zone für Boote

An den Standorten Schiffanlegestelle und Brütschengasse-Chalch seien «aus bau- und zonenrechtlicher Sicht keine Bootsstege möglich», findet der Gemeinderat und bleibt dabei. Deshalb sei ein solches Baugesuch abzulehnen. «Dieses Gebiet ist von nationaler Bedeutung, zudem fehlt es an Parkiermöglichkeiten für die Fahrzeuge, welche die Boote transportieren», argumentiert Bernadette Favre, Frau Gemeindeammann von Wallbach.

«Projekt kann auch verkleinert werden»

Für die IG Bootssteg ist der Weiterzug ans Verwaltungsgericht unverständlich und erstaunlich. «Wir haben immer klar gemacht, dass wir für Gespräche offen sind», erklärt der Vorsitzende, Christian Kaufman. Die IG sei auch bereit, das Projekt zu verkleinern oder alternative Standorte zu suchen.

Seit 2 Jahren schon kämpft die IG für den Bootssteg, nun soll gar ein Verein aus der IG werden. Doch viel länger als ein Jahr möchte man nicht mehr für den Bootssteg kämpfen, so Christian Kaufmann. Ein Steg, der notabene nicht für grosse Jachten sondern für Sportboote dienen soll. Geplant wären 28 Anlegeplätze.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Datz, 4323 Wallbach
    Die IG-Bootssteg spricht immer wieder von Gesprächen mit den Anwohnern bzw.den Gegnern, wir warten heute noch auf dieses erste Gespräch. Wir sind namentlich bekannt.Es ist eine Gesprächskultur der Ignoranz. Es wird auch nie erwähnt, dass wir in unserem Dorf bereits drei Bootsplätze (Fischerzunft, Bootsgemeinschaft Stelli, Pontoniere) haben. Dem Gemeinderat einen grossen Dank, dass er sich für die betroffenen einsetzt.
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  • Kommentar von Michel Datz, Rheinfelden
    Sehr erstaunlich diese Aussagen...Fakt ist, dass die IG nie das Gespräch mit den Anwohnern gesucht hat. Fakt ist auch, dass obwohl es sich um einen Verein handelt, dieser im Gegensatz zu Pontonieren, FC, Turnverein, keine soziale Funktion (Nachwuchsförderung hat), sondern lediglich der Ausübung eines Hobbies einiger dient. Das Recht der Anwohner auf Ruhe muss höher gewichtet sein. Ein Bravo an den mutigen Gemeinderat!!!
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