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Legende: Audio Umstrukturierung bei Brugg Cables bedeutet Stellenabbau abspielen. Laufzeit 02:55 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 22.01.2019.
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Brugg Cables Jede dritte Stelle wird gestrichen

  • Brugg Cables hat in den letzten Jahren kein Geld verdient. Mit dem Programm «Change To Fit» will sich die Firma neu auf dem Markt ausrichten.
  • Deshalb müssen die Kosten optimiert werden. Und die Organisation soll angepasst werden.
  • Die Folge: 120 der 370 Stellen am Hauptsitz in Brugg sollen abgebaut werden. Das ist fast ein Drittel der Stellen in der Schweiz.

Brugg Cables, früher unter dem Namen Kabelwerke Brugg bekannt, begründet den Stellenabbau mit dem starken internationalen Wettbewerb und hohem Preisdruck wegen Überkapazitäten. In den letzten Jahren sind insbesondere im Mittleren Osten und Asien neue Kabel-Hersteller entstanden, die den Aargauern das Geschäft streitig machen.

Der Abbau solle so weit möglich über natürliche Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen, teilt Brugg Cables mit. Es gebe einen Sozialplan. Auch ein Jobcenter sei vorgesehen. Es werde geprüft, ob Mitarbeitende von Brugg Cables innerhalb der Firmengruppe Brugg weiterbeschäftigt werden können.

Die Gruppe Brugg

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Brugg Cables ist der grösste Hersteller von Kabeln in der Schweiz. Zu den Produkten gehören Hochspannungskabel, Verbindungsmuffen, Mittel- und Niederspannungskabel. Als eines von wenigen Unternehmen weltweit ist Brugg Cables in der Lage, Kabel für die höchste Spannung von 550 Kilovolt herzustellen. Brugg Cables beschäftigt 520 Personen. Es ist innerhalb der Gruppe Brugg das grösste Unternehmen. Die Gruppe Brugg beschäftigt weltweit 2000 Mitarbeitende. Die Firma hat die fünf Divisionen Kabelsysteme, Seiltechnik, Rohrsysteme, Prozessleittechnik und Immobilien.

Der Stellenabbau soll schrittweise erfolgen und bis Mitte 2020 abgeschlossen sein. Allerdings müsse man noch das Konsultationsverfahren abwarten. Dieses ist bei einem Stellenabbau in grösserem Umfang vorgeschrieben.

Von Produkten zu Dienstleistungen

Brugg Cables will sich künftig auf dem Markt neu ausrichten. Während die Kabel-Produktion in Brugg heruntergefahren wird, sollen andere Geschäftsfelder ausgebaut werden. So will das Traditionsunternehmen künftig mehr Dienstleistungen anbieten wie Montage- und Reparatur-Einsätze. Brugg Cables «wandelt sich vom reinen Kabelproduzenten zum vielseitigen Systemanbieter», heisst es in der Mitteilung.

Der Preisdruck im Kabelmarkt hatte Brugg Cables in den letzten Jahren schon zweimal zum Rotstift greifen lassen. 2016 fielen am Hauptsitz 60 Stellen weg, 2013 wurden 26 Arbeitsplätze gekappt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirklich so schlimm?

    Ist es wirklich so schlimm, wenn in der Schweiz Arbeitsplätze, die überwiegend von Ausländern besetzt werden, ins Ausland verlagert werden? Das Ausland ist doch heute mehr auf Arbeitsplätze angewiesen als die Schweiz. Einfache Industrieproduktion hat in der Schweiz kaum noch Chancen.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Vorteil der Globalierung. Selbst die öffntliche Hand kauft heute billiger im Ausland ein, dafür verlässt alles Herstellungs-know how den Standort Schweiz. Maschinen, Kraftwerke, Rohre, Giessereiprodukte, Steine, alles aus dem Ausland weil billiger. Und wenn irgend einmal etwas fehlt, und nicht (mehr) geliefert werden kann sind wir dann "geliefert".
    Und wir dürfen dann Umweltschutz machen wenn alles aus dem fernen Ausland herangekarrt werden muss, was früher gleich um die Ecke produziert wurde.
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    1. Antwort von Sascha Freitag  (SF)
      Ich würde es bevorzugen, wenn die öffentliche Hand mehr ausgibt, und das Beste aus der Schweiz kauft. Der Preis ist nicht alles!
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