Bund misst Radioaktivität über Aarau und Olten

Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) des Bundes führt in der kommenden Woche in den Kantonen Aargau, Solothurn und Bern Radioaktivitäts-Messflüge durch. Dank der Messresultate kann bei einem Ereignis mit Verdacht auf erhöhte Radioaktivität jede Abweichung vom Normalzustand präzise festgestellt werden.

Ein Helikopter wird die Messgebiete in rund 90 Metern Höhe in parallelen Bahnen überfliegen, wie die Nationale Alarmzentrale mitteilte. Das Messprogramm dauert von Montag bis Freitag.

Mit der Messung der Radioaktivität aus der Luft, der so genannten Aeroradiometrie, kann die Radioaktivität am Boden schnell und grossräumig gemessen werden.

Ein Super-Puma Helikopter der Schweizer Armee fliegt über dem Mittelland Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit einem Armeehelikopter werden die Radioaktivitäts-Messungen durchgeführt Keystone

Messungen werden alljährlich durchgeführt

Seit mehreren Jahren verfolgt die NAZ ein Messprogramm, das die normale Radioaktivität in den Städten registriert. In früheren Jahren wurden solche Messungen in Zürich, Basel, Genf, Bern und weiteren Städten durchgeführt.In diesem Jahr werden die Städte Olten und Aarau am 24. Juni überflogen. Dazu werden routinemässige Flüge in der Umgebung der Atomkraftwerke Gösgen und Mühleberg (24. und 25. Juni) durchgeführt.

Um die Lärmbelastung für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, wird gemäss NAZ eine Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr eingehalten. Die Flüge enden jeweils um 17 Uhr.