Chorluft schnuppern bei der Schola Cantorum Wettingensis

Die Schola Cantorum Wettingensis braucht Nachwuchs, vor allem Tenöre. Deshalb können Sängerinnen und Sänger am Sonntag einen Tag lang schnuppern und am Abend gleich in einem Konzert mitwirken. Das Programm ist anspruchsvoll: Kompositionen von Felix Mendelssohn, u.a. aus dem Oratorium «Paulus»

Konzert 2011 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schola Cantorum Wettingensis 2011 am Puccini-Dvoràk-Konzert. zvg

Sigi Loretz, Präsident der Schola Cantorum Wettingensis, ist überrascht. Er wäre zufrieden gewesen, wenn sich für den Schnuppertag 15 Personen angemeldet hätten. Nun sind es aber rund 60, die am Sonntagmorgen zur Probe antraben und dann am Abend gleich ein Konzert geben.

Loretz sucht vor allem Tenöre. Von den Schnuppernden sind aber die meisten Frauen. «Doch ein paar Tenöre sind auch dabei», freut sich Sigi Loretz. Tenöre sind in den meisten Chören Mangelware. Dazu kommt, dass sich viele Leute nicht mehr in Chören engagieren, weil die Proben manchmal sehr aufwändig sind. «Man will sich heute einfach nicht mehr so festlegen», beobachtet der Schola-Präsident. Deshalb hat er den Schnuppertag für seinen Chor lanciert.

Nur wenige Stunden Proben

Die Proben beginnen am Sonntagmorgen um 10 Uhr. Um 17 Uhr ist das Konzert angesetzt. Auf dem Programm stehen acht Kompositionen von Felix Mendelssohn, drei Stücke aus dem Oratorium «Paulus» und fünf Lieder.

Ein ziemlich ambitiöses Vorhaben, mit zum Teil unerfahrenen Sängerinnen und Sängern diese recht anspruchsvollen Werke zu singen. Doch Sigi Loretz traut es seinem verstärkten Chor durchaus zu: «Wir wollen natürlich niemanden überfordern. Wir müssen einfach schauen, wie weit wir kommen.»