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Der Solothurner Kantonsarzt Lukas Fenner zum Corona-Fall in Grenchen und zur missachteten Isolation
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 03.07.2020.
abspielen. Laufzeit 04:48 Minuten.
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Coronafall in Grenchen Trotz Isolation in den Ausgang: 280 Menschen müssen in Quarantäne

  • Am Donnerstagabend stellten die Solothurner Behörden rund 280 Personen unter Quarantäne.
  • Grund ist eine positiv auf Covid-19 getestete Person, die trotz angeordneter Isolation übers Wochenende an zwei Veranstaltungen in Grenchen teilgenommen hatte.
  • Ob es dabei zu weiteren Corona-Ansteckungen gekommen ist, ist laut Mitteilung des Kantons noch offen.
  • Weil die infizierte Person wissentlich die Isolation missachtet hat, prüfen die Behörden nun rechtliche Schritte.

Es könnte ein Ausflug mit teurem Nachspiel werden: In Grenchen nahm am letzten Wochenende jemand an zwei Veranstaltungen teil, obwohl die Person zuvor positiv auf Covid-19 getestet wurde und davon auch Kenntnis hatte. Der Kanton Solothurn informiert am Freitag, dass wegen der missachteten Isolation nun 280 Personen unter Quarantäne gestellt werden mussten, weitere Ansteckungen seien nicht ausgeschlossen.

Laut Mitteilung des Kantons erfuhr das Solothurner Contact-Tracing-Team am Donnerstagabend vom folgenschweren Ausflug. Sofort habe man bei den zwei betroffenen Veranstaltungsorten – dem Parktheater in Grenchen und dem Club Joker – die Präsenzlisten der Gäste angefordert und umgehend die rund 280 Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitende via SMS informiert. Diese Personen müssen sich wegen der möglichen Ansteckung nun ihrerseits 10 Tage in Quarantäne begeben.

Es droht eine Busse

Unklar ist Stand Freitag, ob die infizierte Person bei ihrem Ausflug weitere Leute angesteckt hat. Aktuell wisse man von keinen zusätzlichen Infektionen. Definitiv zeigen werde sich das aber erst in den nächsten Tagen, schreiben die Behörden.

Klar ist hingegen, dass die Missachtung der Quarantäne ein Nachspiel haben wird. Laut Mitteilung prüfen die Behörden rechtliche Schritte gegen die infizierte Person. Und das könnte durchaus happige Folgen haben. Gemäss Epidemiengesetz des Bundes, kann die Missachtung einer angeordneten Massnahme mit Busse bis zu 5000 Franken bestraft werden.

Der Kanton Solothurn betont in seiner Mitteilung, man habe bei der infizierten Person keine Anzeichen gehabt, dass sie die Isolation missachten könnte. Man habe die Massnahme wie üblich mit regelmässigen Anrufen kontrolliert, dabei habe sich die Person kooperativ gezeigt.

Regionaljournal Aargau Solothurn 17:30 Uhr;

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82 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Nawrath  (blockmann)
    Gilt nicht auch in der Schweiz solange die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht die Schuld feststellt? Oder ist auch dieses Recht ausgesetzt?
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    1. Antwort von Alex Avner Herzfeld  (Alex12)
      Übertretene Verordnungen - und eine Ausgangsquarantäne wie diese ist zweifellos eine Verordnung - können meines Wissens direkt gebüsst werden. Sonst würde ja jede Parkbusse vor Gericht landen. Aber natürlich kann der Gebüsste das Vergehen bestreiten und dadurch gerichtliche Beurteilung erreichen. Es gibt allerdings eine Maximalhöhe einer Busse, ab der ein Fall automatisch vor Gericht kommt. Wie hoch diese ist, weiss ich allerdings im Augenblick nicht.
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  • Kommentar von Beda Mast  (Beda Mast)
    In unserem Land gibt das Prinzip, dass der Verursacher für den Schaden haftet. 280 Personen für 10 Tage in Quarantäne, Das wird teuer! Nicht auszudenken, wenn einige dieser 280 Personen an Covid19 erkranken, im schlimmsten Fall gar schwer. Eine gewaltige Schadenssumme. Und dann noch die verdiente Busse dazu....
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  • Kommentar von Heinz Erismann  (Heinzli)
    Was heisst es droht eine Busse. Er hat 280 Personen für je 10 Tage die Freiheit entrissen.
    Demzufolge 280x10 = 2800 Tage Haft und noch Busse dazu!
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