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In Spreitenbach müssen 70 Personen in Quarantäne wegen des Corona-Virus.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 01.03.2020.
abspielen. Laufzeit 03:22 Minuten.
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Coronavirus im Aargau Spreitenbach: Ein ganzer Kindergarten muss in Quarantäne

  • Das Kindergartenzentrum Langäcker in Spreitenbach ist geschlossen. Alle 44 Kinder müssen in Quarantäne.
  • Die Quarantäne gilt nur für die Kinder, nicht aber für ihre Familienangehörigen (Eltern, Geschwister), betont das Aargauer Gesundheitsdepartement.
  • Auch acht Lehrpersonen müssen zu Hause bleiben.
  • Ein Kindergarten-Lehrer aus Döttingen hat sich mit dem Virus infiziert und unterrichtete noch eine Woche. Deshalb müssen auch seine Familienmitglieder in Quarantäne
  • Das teilte am Sonntagabend die Staatskanzlei des Kantons Aargau mit.

Ein 31-jähriger Lehrer des Kindergartens Langäcker in Spreitenbach habe Besuch erhalten aus Norditalien. Wohl bei einer Familienfeier habe er sich mit dem Coronavirus infiziert, heisst es in der Mitteilung des Kantons Aargau. Momentan sei er isoliert in einem der beiden Kantonsspitäler des Aargaus, heisst es auf Anfrage beim Kanton.

Nach der Infektion unterrichtete er noch eine Woche im Kindergarten. Dass er infiziert ist, habe er nicht wissen können, sagt Jelena Teuscher, Sprecherin des Aargauer Gesundheitsdepartements (DGS): «Er hat sich gut gefühlt, gesund gefühlt und so hat er auch nicht reagiert.» Erst als sich beim Lehrer Symptome einer Grippe zeigten, stellte man fest, dass bei ihm das Coronavirus ausgebrochen ist.

Auswirkungen auf die Schule

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Die Behörden betonen, dass der Schulbetrieb in Spreitenbach weitergeht. Nur der Kindergarten Langäcker mit seinen zwei Abteilungen sei betroffen. Dort würden zwei Klassenlehrpersonen unterrichten. Diese seien nun in Quarantäne. Dazu sechs weitere Personen, die in diesem Kindergarten Teilzeitpensen hätten, z. B. für Rhythmik oder für Deutsch-Zusatzunterricht.

Auswirkungen auf die anderen Kindergärten und Schulhäuser in Spreitenbach habe der Fall Langäcker nicht, unterstreicht Simone Strub, die Sprecherin des Aargauer Bildungsdepartements. Es könnten allerdings einzelne Lektionen ausfallen an verschiedenen Orten, nämlich jene, welche die Teilzeitlehrpersonen erteilt hätten, die nun in Quarantäne sind.

Grundsätzlich sei es so, dass im ganzen Aargau der Schulbetrieb normal weitergehe. Ob der Unterricht ausgesetzt werde, ordne nur das Bildungsdepartement beziehungsweise der kantonsärztliche Dienst an.

Die Behörden stellten fest, dass der Lehrer in der Woche, in der er infiziert war, mit allen 44 Kindern des Kindergartens Langäcker Kontakt hatte. Dazu mit 8 Lehrpersonen. Deshalb stehen nun alle diese Personen, dazu die Familienangehörigen des Lehrers, unter Quarantäne.

Quarantäne betrifft nicht die ganze Familie

Das heisst, sie müssen zwei Wochen zu Hause bleiben und sollten, wenn immer möglich, nicht nach draussen gehen. «Das gilt aber nicht für die anderen Familienmitglieder dieser Kinder und Personen, also nicht für die Eltern und die Geschwister. Die Eltern können weiter zur Arbeit gehen», betont DGS-Sprecherin Jelena Teuscher.

Sollten sich während der zwei Wochen der Quarantäne Symptome einer Grippe zeigen (Fieber, Husten) müssten die Betroffenen unverzüglich ihrem Arzt oder einem Kantonsspital für weitere Abklärungen telefonieren. Direkt ins Spital zu gehen, sei falsch, sagt Teuscher. «Die Spitäler müssten sich ja auf diesen Kontakt vorbereiten können.»

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27 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Seit 3 Wochen ist die Lage in Italien kritisch betreffen Virus aber man reist gleichwohl dorthin, für mich ein "Kündigungsgrund dieses Kita Hirni"!
    1. Antwort von Regionalredaktion Aargau/Solothurn (SRF)
      @jean-claude albert heusser Die Situation gilt in Italien seit dem 23. Februar als kritisch. Dazumal gab es 76 Fälle. Am 22. Februar waren es 9. Zuvor waren es während Wochen 3 resp. 2 Fälle.
  • Kommentar von Robert Kümmerli  (Kaliminion)
    Es ist tragisch wieviele Menschen hier in der Kommentaren schlicht falsch informiert sind, bitte setzt euch doch mal mit dem ganzen in voller Länge auseinander bevor ihr eure Nicht reflektierte Meinung der Öffentlichkeit kundtut.
  • Kommentar von Jens Müller  (yunusmueller)
    Muss ist relativ. Unter Schweierer Recht darf niemand in die Quarantäne gezwungen werden. Glaub in keinem Land dürfen die, darum hat ja auch eine Frau in Russland die Quarantäne einfach verlassen. Niemand darf gezwungen werden.
    1. Antwort von Robert Kümmerli  (Kaliminion)
      Diese Realität ist wohl eine Einbildung, die Regierung hat unter besonderen Umständen sicher das recht eine Quarantäne aufzustellen um die Gesellschaft zu schützen, alles andere ist vorsätzliche Körperverletzung.