Das neue Kantonsspital Baden soll heller und flexibler werden

Das Zürcher Architekturbüro «Nickl+Partner» hat den Wettbewerb für den Neubau des Kantonsspitals Baden gewonnen. Ihr Projekt «Agnes» überzeugte die Verantwortlichen des KSB. Der Zeitplan ist ambitioniert. Und die Finanzierung des 450-Millionen- Projekt steht erst zu einem Drittel.

Zahlen und Fakten zum KSB Neubau:

  • Spital wird einen «modularen, volumetrischen» Charakter haben, was eine flexible Erweiterung jederzeit ermöglicht
  • Einzelne Gebäudeteile können unabhängig vom restlichen Gebäude erneuert werden
  • Die Bettenzahl steigt von heute ca. 370 auf neu ca. 400
  • Kosten für den Neubau betragen rund 450 Millionen Franken
  • KSB finanziert Bau vollumfänglich selber zusammen mit privaten Finanzierungspartnern
  • Baubeginn ist für 2018 geplant, bezugsbereit soll der Neubau 2022 sein
  • Altes KSB wird nach Bezug des Neubaus zurückgebaut

Der bestehende Altbau des Kantonsspitals Baden aus den 70er Jahren ist seit längerem sanierungsbedürftig. In den Jahren 2003 und 2009 waren bereits zwei Anläufe des Kantons zur Erneuerung des KSB gescheitert. Seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 können die Spitäler nun selber bauen.

«  Die Kosten für einen Neubau fallen im Vergleich zu einer Sanierung nur geringfügig höher aus. »

Adrian Schmitter
CEO Kantonsspital Baden

In der Folge hatte sich das Kantonsspital Baden gegen eine Sanierung und für einen Neubau entschieden. Die Berechnungen hätten geizeigt, dass sich eine Sanierung auf 400 Millionen Franken belaufen würde, ein Neubauauf 450. Das sei kein grosser Unterschied, betont CEO Adrian Schmitter.

Hinzu käme, dass ein langjähriger Umbau bei laufendem Betrieb weder den Patienten noch dem Personal zumutbar sei. Ausserdem ist das Spital gemäss Schmitter in den Abläufen noch immer in den 70er Jahren und entspricht nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Spital.

Der Weg zum Neubau:

  • Frühling 2015: KSB schreibt Projektwettbewerb in Form eines Studienauftrags öffentlich aus
  • Juni 2015: Von den 20 eingegangenen Bewerbungen aus dem In- und Ausland wählt das Beurteilungsgremium sechs Generalplanerteams aus
  • Ende Januar 2016: Beurteilungsgremium empfiehlt dem KSB das Projekt «Anges» des Generalplanerteams unter der Führung von «Nickl+Partner Architekten Zürich»