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Aargau Solothurn «Das Wunder begleiten» - eine Hebamme erzählt vom Start ins Leben

Die Luterbacherin Ingrid Liechti arbeitet seit 32 Jahren als Hebamme. «Dies ist mein Traumberuf, meine Berufung», sagt sie. Und trotzdem stösst auch sie an ihre Grenzen.

Seit 7 Jahren arbeitet die Luterbacherin Ingrid Liechti freiberuflich, begleitet und unterstützt junge Familien in den ersten Wochen zu Hause. «Die meisten wollen alles perfekt machen», erzählt Ingrid Liechti «sie denken, nach ein paar Tagen sollte alles laufen wie am Schnürchen.» Das Wichtigste sei jedoch, sich Zeit zu nehmen, sich als Familie kennenzulernen.

Die Hebamme hilft dabei, wo sie kann. Untersucht Säugling und Mütter, berät bei Stillproblemen oder Schlafstörungen und hat vor allem auch ein offenes Ohr für Schwierigkeiten, Ängste, Überforderungen. Nicht selten betreut Ingrid Liechti zehn Säuglinge gleichzeitig. Bepackt mit Babywage und Hebammentasche besucht sie die Familien zu Hause, die richtigen Salben und homöopathischen Kügelchen immer griffbereit.

«Eine Geburt ist wie ein Flash»

An ihre erste Geburt kann sich Ingrid Liechti noch lebhaft erinnern. Es sei während der Ausbildung gewesen, sagt sie. Ein gesundes Mädchen. Martina. Mittlerweile hat sie sich ganz auf die freiberufliche Arbeit, die Begleitung zu Hause konzentriert und dem Gebärsaal den Rücken gekehrt. Jedes Kind sei nach wie vor ein Wunder für sie, sagt die Hebamme, auch nach 32 Jahren.

Dieses kleine Wesen am Anfang des Lebens zu begleiten sei Berufung und Faszination zugleich. Wenn Ingrid Liechti merkt, dass etwas nicht rund läuft, versucht sie Hilfe für die Familien zu organisieren, allenfalls Ärzte einzuschalten. Das braucht Energie und Zeit. Als freischaffende Hebamme ist sie sozusagen 24 Stunden im Dienst. Ablösungen und eine gute Organisation mit anderen Hebammen helfen, die nötigen Freiräume zu schaffen.

Ingrid Liechti ist 54 Jahre alt. Sie hat einen erwachsenen Sohn und lebt in Luterbach.

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