«Der Wettbewerb ist nicht das Wichtigste am Volksmusikfest»

Gute Stimmung, viele Darbietungen und noch mehr Besucher: Das Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau ist in vollem Gange. Hochbetrieb in Sachen Musik, aber auch in Sachen Verpflegung. Zeit, für einen kleinen Rundgang vor Ort.

Seit Donnerstag geht es in der Aarauer Altstadt vor allem um eines: Um die Volksmusik. Am Eidgenössischen Volksmusikfest werden bis zum Sonntag rund 100'000 Besucherinnen und Besucher erwartet sowie rund 300 Formationen.

Geselligkeit und Freude am Musizieren

Eine davon ist die Kapelle Wasserflue. Die sechs Musiker rund um das Ehepaar Regula und Peter Huber aus Rottenschwil AG spielen gleich mehrere Mal am Volksmusikfest. Mit drei Klarinetten, zwei Handörgeli und einem Kontrobass machen sie Ländlermusik im Bündner Stil. Das Proben ist der Gruppe genau so wichtig wie das gesellige Zusammensein.

Trotzdem nehmen sie ihr Hobby ernst. Das zeigt sich auch am Volksmusikfest. Neben Auftritten alleine oder zusammen mit einer Volkstanzgruppe präsentieren sich die Kapelle Wasserflue auch in einem Konzertvortrag mit zwei Stücken einer Jury.

Kein Wettkampf

Sie erhalten einen Jurybericht, eine Rangliste wird jedoch keine erstellt: «Der Wettbewerb ist nicht das Wichtigste am Eidgenössischen Volksmusikfest», sagt Stefan Schwarz aus Lommiswil. Er ist einer der Juroren und zudem Chefredaktor der Zeitschrift «Stubete».

«  Es gibt immer mehr Musiker, welche am Konservatorium Volksmusik studieren und die Musik auch verändern» »

Stefan Schwarz
Juror Volksmusikfest

Die Kantone Aargau und Solothurn gehören gemäss Schwarz nicht zu den Hochburgen der Schweizer Volksmusikszene. Generell sei die Volksmusik aber auch von vielen neuen Einflüssen bestimmt.

Daraus entstehe eine enorme Vielfalt an Volksmusikstilen: «Ich empfehle allen Festbesuchern, sich auf diese verschiedenen Stile einzulassen», erklärt der Volksmusikfest-Experte Stefan Schwarz.

Notfall-Bierlager

Nicht nur die Musik trägt zu einem gelungenen Eidgenössischen Volksmusikfest bei, auch das leibliche Wohl spielt eine Rolle. Getränkelieferant ist das Aargauische Unternehmen Feldschlösschen aus Rheinfelden.

«  Die Logistik bei diesem Fest ist nicht ganz einfach, da das Fest mitten in der engen Altstadt stattfindet.  »

Matthias Metzger,
Projektleiter Sponsoring Feldschlösschen

Feldschlösschen beliefert die rund 60 Getränkestände an dem Fest. Lastwagen bringen die Getränke von Rheinfelden nach Aarau. Damit das Bier und das Mineralwasser nicht ausgehen, hat das Aargauer Unternehmen ein Notfall-Abhollager eingerichtet in Aarau. In Kühlcontainern lagern hier Getränke, die Feldschlösschen schnell zu den nahen Ständen ausliefern kann, wenn diese Nachschub brauchen.