Deutlich mehr Verletzte bei E-Bike-Unfällen im Kanton Solothurn

Elektrovelos erfreuen sich auch im Kanton Solothurn immer grösserer Beliebtheit. Das hat auch Auswirkungen auf die Anzahl Unfälle mit E-Bikes: 2015 verdoppelte sich diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr. Anderen Verkehrsteilnehmern bereiten die E-Biker-Fahrer zum Teil Mühe.

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Bildlegende: Unerwartet schnell: Im Kanton Solothurn verletzten sich 2015 23 E-Bike-Fahrer, das zeigt die neueste Statistik. Keystone

25 bis 45 Kilometer in der Stunde sind E-Bikes schnell. Meistens seien sie aber erst aus der Nähe als Velos mit Motor und entsprechender Geschwindigkeit erkennbar, sagt Yves Staub, Chef Verkehrstechnik der Solothurner Kantonspolizei. Deshalb würden E-Bikes oft falsch eingeschätzt.

Dies führt laut der Polizei zu gefährlichen Situationen - etwa, wenn ein Autofahrer rechts abbiegen will und den vermeintlich langsamen Velofahrer nicht neben seinem Auto vermutet.

Mehr Unfälle durch mehr E-Bikes

Den Grossteil an Unfällen mit E-Bikes ereignen sich laut der Solothurner Kantonspolizei mit Fahrer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Genau dieses Alterssegment entspreche auch den Hauptnutzern der Elektrovelos. Die Fahrer hätten ihre E-Bike meistens im Griff, Unfälle gebe es, weil deren Geschwindigkeit von anderen Verkehrsteilnehmern nicht richtig erkannt werde.

Dass die Anzahl Unfälle mit E-Bikes in den letzten Jahren angestiegen ist, hat laut Staub einen direkten Zusammenhang mit der Anzahl E-Bikes auf den Strassen.

Den gleichen Schluss zieht die Polizei auch bei der gestiegenen Anzahl Velo-Unfälle. Vor allem in den Städten seien mehr Personen auf dem Velo unterwegs, dementsprechend habe auch die Anzahl Unfälle zugenommen.