Die AEW zwingt die Aargauer zu ihrem Glück

Viele Aargauer können ab 2015 nicht mehr wählen, ob sie Atomstrom oder Naturstrom beziehen möchten. Die AEW als grösster Stromlieferant des Kantons bietet Privathaushalten nur noch grünen Strom an.

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Bildlegende: Der markante Hauptsitz des Stromkonzerns AEW prägt das Aarauer Stadtbild. SRF

Ab dem 1. Januar 2015 nimmt der Aargauer Stromversorger AEW die Atomkraft aus seinem Produktesortiment für private Haushalte. Neu versorgt die AEW die Haushalte nur noch mit grünem Strom.

Die Zeiten hätten sich geändert, stellt Marc Ritter, Leiter des Geschäftsbereichs Energie, fest: «Die Politik hat sich für die Energiewende entschieden, und die Gesellschaft möchte dies unterstützen», so Ritter.

Wasserkraft ersetzt zu 100 Prozent Atomkraft

Die AEW beliefert rund 80‘000 Aargauer Haushalte mit Strom. Ein kleiner Teil von 20 Prozent bezieht Naturstrom. Dieser setzt sich aus Wasser-, Wind-, und Solarenergie zusammen.

Der grössere Teil der Kunden, 80 Prozent, bezieht das Standartangebot. Dies ist ein Strom-Mix: 60 Prozent Wasserkraft, 40 Prozent Atomkraft. Diesen Standart-Strommix passt die AEW nun an. Ab 2015 enthält er zu 100 Prozent Wasserkraft.

Private Haushalte können keine Atomkraft mehr beziehen. Dagegen wehren können sie sich nicht. Die Grosskunden der AEW beziehen allerdings weiterhin zu einem grossen Teil Atomstrom. Deshalb wird die die Stromrechnung für die privaten Haushalte nicht teurer trotz grünem Strom.