Rekrutierungszentrum Windisch Die Rekruten gehen, die Stiftung Faro zieht ein

Die Stiftung Faro will Nachmieterin des heutigen Rekrutierungszentrums in Windisch werden. Die Armee verlegt ihr Rekrutierungszentrum nächsten Frühling nach Aarau. Die Stiftung Faro betreut Menschen mit psychischer und geistiger Behinderung.

Wo heute Soldaten ausgehoben werden, wohnen in Zukunft Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung. Die Stiftung Faro will in die Räumlichkeiten des Rekrutierungszentrums in Windisch einziehen. Das teilte Hiag, die Immobilienverwalterin des Gebäudes gestern mit. Die Armee verlegt ihr Rekrutierungszentrum nächsten Frühling von Windisch nach Aarau.

Das Rekrutierungszentrum von Windisch von aussen, mit diversen Kantonsfahnen neben dem Gehweg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Rekrutierungszentrum wird nächstes Jahr von Windisch nach Aarau verlegt. Baselland.ch

Die Stiftung Faro ist bereits heute in Windisch zu Hause. Vom Areal der psychiatrischen Klinik Königsfelden muss sich die Stiftung wegen des geplanten Neubaus aber teilweise zurückziehen.

Für Co-Leiter Dani Hohler wäre der Umzug ins heutige Rekrutierungszentrum ein Glücksfall für die Stiftung. «Das ist eine Ideallösung, weil das Rekrutierungszentrum in der Nähe der psychiatrischen Klinik ist», sagt Hohler. Das Rekrutierungszentrum ist ausserdem in ein «normales» Quartier in Windisch intergriert. «Das bietet unseren Klientinnen und Klienten auch neue Möglichkeiten und soziale Kontakte.»

«Ideallösung» für die Gemeinde

Auch die Gemeinde Windisch freut sich sehr über die Nachfolge-Lösung für das Rekrutierungszentrum. Punkto Verkehr oder Lärm hat Gemeindepräsidentin Heidi Ammon gegenüber der Stiftung Faro keine Bedenken.

Eine Befragung im Quartier habe jüngst sogar ergeben, dass sich die Bewohner eine einheimische Lösung oder eine Nutzung des Rekrutierungszentrums als Wohnheim wünschen. «Aus Sicht des Gemeinderats ist die Stiftung Faro eine ideale Nachmieterin», sagt Heidi Ammon.

Definitiv umziehen darf die Stiftung Faro allerdings erst, wenn der Kanton Aargau grünes Licht gibt. Es braucht die Zustimmung der Abteilung Sonderschulung und Heime.