Die Solothurner tragen besser Sorge zu ihrem Wasser als früher

Die Wasserqualität in den Flüssen, Bächen, Seen, Tümpeln und im Grundwasser des Kantons Solothurn ist gut. Das zeigt der aktuelle Zustandsbericht des Kantons Solothurn. Und: Der Mensch trägt mehr Sorge als auch schon.

Prüfutensilien um die Wasserqualität nachzuweisen, zu sehen sind mehrere Glasgefässe mit verschieden farbigen Flüssigkeiten darin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton prüft regelmässig die Wasserqualität, alle fünf bis sechs Jahre gibt es zudem einen Zustandsbericht. ZVG

«  Wir haben weniger Schadensfälle und Verschmutzungen in den Solothurner Gewässern. »

Thilo Arlt
Zuständig für den Gewässerschutz im Kanton Solothurn

Thilo Arlt ist beim Kanton Solothurn zuständig für den Gewässerschutz und er ist zufrieden mit dem aktuellen Zustandsbericht: Die Wasserqualität ist gut, egal ob im Grundwaser, in fliessenden oder stehenden Gewässern. Das Bewusstsein der Bevölkerung für einen schonenden Umgang mit den Gewässern ist besser geworden, glaubt Arlt.

Besonders in den grösseren Gewässern wie der Aare seien die Werte «recht gut», sagt Thilo Arlt. Dass in den Bächen die Qualität schlechter sei, das sei normal. «In Bächen verteilen sich allfällige Schadstoffe aufgrund der kleineren Wassermenge schlechter», erklärt er.

Auffällig ist aber, dass gerade in den Bächen des oberen Kantonsteils die Werte klar schlechter sind als im unteren Kantonsteil. «In diesem Gebiet wird viel Landwirtschaft betrieben, etwa im Limpachtal», erklärt Arlt, so entstünden die schlechteren Werte. Ebenfalls aufgefallen ist dem Gewässerschutzfachmann, dass sich der leichte aber stetige Anstieg der Wassertemperatur durch die erhöhte Wassernutzung fortsetze.