Die Solothurner Wagabunten ziehen weg

Lange hatte die Stadt Solothurner die Stadtnomaden und ihre alternative Wohnform in alten Bauwagen akzeptiert. Im April war dann Schluss damit. Die Stadt stellte ihnen ein Ultimatum. Sie müssen wegziehen. Dies tun sie nun. Andere Auflagen werde man aber nicht erfüllen.

Seit zweieinhalb Jahren ziehen die Wagabunten in der Stadt Solothurn umher. Von einem Standort wechselten sie zu einem anderen. Über den Winter waren sie unter anderem auf dem Badi-Parkplatz, auf dem Borregaard-Areal und einmal unter der Autobahnbrücke.

Alte Bau- und Wohnwagen stehen in einer Reihe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Wagabunten verlassen ihren Standort in der Weststadt. SRF

Dies hat die Stadt lange hingenommen. Doch im April riss der Stadt der Geduldsfaden. Die Stadtnomaden hätten ihren aktuellen Standplatz in der Weststadt verlassen sollen. Dies taten sie jedoch nicht. Deshalb stellte ihnen die Stadt ein Ultimatum.

Dies endete nun damit, dass die Baukommission Mitte Mai die Wagabunten nochmals aufforderte wegzuziehen. Am 12. Mai sei ihnen eine Wiederherstellungsverfügung übergeben worden, schreiben die Wagabunten in einer Mitteilung.

Ein Punkt wird nicht akzeptiert

Dieser wollen sie nun auch nachkommen, heisst es. Allerdings akzeptiere man einen Punkt nicht. So stehe in der Verfügung, dass die Stadtpolizei und der Werkhof aufgefordert würden, einen neuen Standort in der Stadt sofort und formlos zu räumen.

Die Baukommission habe, sind die Wagabunten überzeugt, ausserhalb ihrer Kompetenzen gehandelt. Deshalb haben sie eine Einsprache gegen die Verfügung gemacht. Es zeichnet sich schon der nächste Konflikt ab zwischen der Stadt und den Nomaden.