Die Stiftung Schürmatt bildet seit 50 Jahren Behinderte aus

Seit 1965 werden in der Stiftung Schürmatt in Zetzwil Behinderte aus- und weitergebildet. Damals, nach der Gründung der Invalidenversicherung, wurde die Betreuung und Bildung von geistig Behinderten vom Staat übernommen. Dies führte zur Gründung von zahlreichen Institutionen wie der Schürmatt.

Die Stiftung Schürmatt ist in den vergangenen 50 Jahren zu einem grossen Betrieb gewachsen. Rund 430 Angestellte betreuen 320 kognitiv Behinderte. Die Behinderten gehen an mehreren Standorten der Stiftung Schürmatt in den Kindergarten und zur Schule. Später können sie in einer der 4 Werkstätten arbeiten und an einem von mehreren Standorten bis ins hohe Alter wohnen.

«Vom Alter 0 bis in den Tod», sagt der Leiter der Stiftung Schürmatt, Werner Sprenger. Die Betreuung der geistig Behinderten in Zetzwil dauert also das ganze Leben. «Es ist jedoch auch möglich, dass wir die Leute so in die Selbstständigkeit entlassen können, dass sie sogar im normalen Arbeitsmarkt Fuss fassen», erklärt Sprenger.

«Bildung für alle ist wichtig»

Als man 1960 mit der Gründung der Invalidenversicherung besser auf die Bedürfnisse der Behinderten einging, verbesserte sich auch die Bildung für diese Menschen. «Man muss auf die speziellen Bedürfnisse eingehen und ihre Möglichkeiten entdecken – das ist die hohe Kunst», erklärt die Leiterin des Jugendbereichs in der Schürmatt, Karin Marti.

Bis zur Gründung spezieller Einrichtungen für die Behinderten besuchten diese die normalen Schulen. Dort konnte nicht auf ihre speziellen Bedürfnisse eingegangen werden.