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Der 6. Januar bedeutet Hochbetrieb für Bäckereien – eine Reportage aus der Backstube
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 06.01.2020.
abspielen. Laufzeit 06:32 Minuten.
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Eine Schweizer Tradition Die Königsmacher von Nussbaumen

Der 6. Januar bedeutet Hochbetrieb für Bäckereien, auch für die Bäckerei Frei, die am Dreikönigstag 10'000 Kuchen bäckt.

Während es draussen um 6 Uhr noch bitterkalt ist, ist in der Backstube der Bäckerei Frei in Nussbaumen T-Shirt-Wetter. Und es duftet süsslich. Die erste Lieferung Königskuchen ist bereits weg, Cornelia Egli und ihr Team arbeiten an der nächsten. Egli ist die Produktionsleiterin der Bäckerei und der 6. Januar ist für sie ein schöner Tag. «Es ist schön zu sehen, wie viel Freude man mit einem Königskuchen schenken kann. Mir gefällt die Tradition, dass man miteinander etwas teilt.»

Dreikönigskuchen werden mit Eigelb bestrichen
Legende: SRF

10'000 Kuchen produziert die Aargauer Bäckerei am Dreikönigstag – grössere, kleinere, solche mit einem König, solche mit einer Königin, manche Kuchen haben Rosinen, mache Schokoladenstücke. Auch Spezialwünsche werden erfüllt. «Manche Kunden wollen beispielsweise mehr als einen König im Kuchen haben», erzählt die Produktionsleiterin. «Es ist für uns ein anstrengender Tag, aber es ist schön, wenn man sieht, was man alles gemacht hat.»

Der Teig für die Dreikönigskuchen wird in einem grossen Kessel gemacht.
Legende: SRF

Cornelia Egli und ihr Team arbeiten am Dreikönigstag im Schichtbetrieb. Bereits am Vorabend um 22 Uhr startete die Kuchenproduktion für den 6. Januar. Die letzten Königskuchen werden nach dem Mittag ausgeliefert. Beim Kuchenteig handelt es sich um ein Standardrezept aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, damals, als die Schweizer Tradition aufkam. Während der Teig maschinell geknetet wird und die einzelnen Kuchenstücke ebenfalls mit einer Maschine rund geformt werden, wird der König von Hand eingearbeitet.

Die Plastikkönige werden in den Teig gedrückt.
Legende: SRF

«Es ist wichtig, dass der König nie vergessen geht. Sonst sind die Kunden enttäuscht und das kratzt an unserem Stolz», sagt Cornelia Egli, während sie einen König von Hand in ein Kuchenstück einarbeitet und das Stück nochmals rund formt. «Jetzt muss ich kontrollieren, ob man wirklich nichts sieht.» Das Ziel sei natürlich, dass man mit blossem Auge nicht erkenne, in welchem Stück sich der König befindet. Darauf weist auch Geschäftsführer Dominik Frei hin, der an diesem Morgen selber König wurde. «Es war Glück!»

Der Chefbäcker beim Essen eines Königskuchens
Legende: SRF

Für Frei selber ist der Königskuchen eines der schönsten und feinsten Bäckereiprodukte überhaupt. «Was will man mehr als einen frischen Hefe-Butter-Teig.» Und natürlich sei die Schweizer Tradition auch für das Geschäft wichtig. Der Geschäftsführer berichtet, dass das Brauchtum, wie es heute gefeiert wird, rund 70 Jahre alt ist. Aber: «Es gibt Belegungen, dass bereits 500 Jahre vor Christus Leute einen Kuchen gebacken haben mit verschiedenen Teilen und einer versteckten Bohne.»

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