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Einsatz bei Herznotfällen Auch Laien sollen Leben retten im Kanton Solothurn

Legende: Audio Mehr Helfer bei Herznotfällen im Kanton Solothurn abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
04:07 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 15.02.2019.

Bei einem Herznotfall zählt jede Minute. Deshalb haben viele Feuerwehren im Kanton Solothurn sogenannte «First Responder», also Herznotfall-Gruppen, die noch vor der Ambulanz beim Patienten sind und erste Hilfe leisten – beispielsweise eine Herzmassage durchführen. Fast 200 solche Einsätze leisten sie pro Jahr.

Die Solothurner Spitäler AG möchte nun noch viel mehr «First Responder» haben. Nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch Laien sollen im Notfall helfen. Sie sollen mittels Smartphone-App alarmiert werden.

Markus Zuber

Markus Zuber

Ärztlicher Direktor Solothurner Spitäler AG

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Markus Zuber ist Facharzt für Chirurgie. Seit dem Jahr 2000 ist er am Kantonsspital Olten Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Gefäss- und Thoraxchirurgie und seit 2015 Ärztlicher Direktor der Solothurner Spitäler AG.

SRF News: Weshalb braucht es Privatpersonen als «First Responder»?

Markus Zuber: Die «First Responder» der Feuerwehren sind im Kanton Solothurn nicht flächendeckend im Einsatz, sondern bisher vor allem in der Region Olten. Wir wollen das ändern.

Man will also möglichst viele «First Responder» und möglichst überall.

Richtig. Deshalb gibt es nun Kurse, wo man sich als «First Responder» ausbilden lassen kann, sogenannte BLS-AED-Kurse. Diese Kurse sind die Voraussetzung dafür, dass man sich bei der Alarmzentrale des Kanton Solothurn registrieren lassen kann.

Viele Leuten haben Angst vor der Verantwortung, die man im Notfall hat, dass man also etwas falsch machen könnte.

Wir wissen aus Erfahrung, dass diese Angst im Verlauf des Kurses verloren geht. Es gibt strikte Abläufe, die geschult werden.

Andere Kantone – zum Beispiel Bern oder Tessin – haben bereits ein System, welches Freiwillige als «First Responder» aufbietet. Finden sich dort genügend Leute?

Absolut. In diesen Kantonen steigt die Anzahl freiwilliger «First Responder» stets. Natürlich abhängig davon, wieviele Kurse angeboten werden.

Wäre Ihre Traumvorstellung, dass bei jedem Herznotfall innert weniger Minuten ein Helfer vor Ort wäre?

Unbedingt. Es muss das Ziel sein, dass wir im ganzen Kanton flächendeckend «First Responder» haben, später dann hoffentlich auch national.

Das Gespräch führte Maurice Velati.

Die Infoveranstaltungen

  • 18. Februar, 19.00 Uhr: Mehrzweckraum Kantonsspital Olten
  • 27. Februar, 19.00 Uhr: Altes Spital Solothurn

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