Eklat beim Solothurner Kunstpreis

Der Installations-Künstler René Zäch hätte am Montagabend in einer feierlichen Zeremonie den Solothurner Kunstpreis in der Höhe von 20'000 Franken erhalten sollen. Doch Zäch erschien nicht.

Einladungs-Karte zur Verleihung des Solothurner Kunstpreises. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stein des Anstosses: Seine eigene Kunst gefällt René Zäch, dieses Einladungskärtli hingegen gar nicht. SRF

Verdutzte Gesichter gestern in Grenchen bei der Verleihung des Solothurner Kunstpreises. Der Gewinner René Zäch war nirgends zu sehen. Stattdessen verkündete Landammann Peter Gomm, dass der Preis nicht verliehen werde, weil Zäch ihn nicht entgegennehmen wolle.

Zäch hatte bereits im Vorfeld in einem Brief angekündigt. dass er der Preisverleihung fernbleiben werde, wie die Solothurner Zeitung schreibt. Laut der Zeitung störte sich Zäch an der Gestaltung der Einladungskarte. Diese gefiel ihm offenbar gar nicht. Traditionellerweise wird auf der Karte das Bild eines jungen Fotografen abgedruckt.

Kein Preis in Abwesenheit

Die Solothurner Regierung hatte vorsorglich entschieden, weder Zäch den Preis in Abwesenheit zu verleihen, noch ihm die 20'000 Franken auszubezahlen. Der Betrag soll nun anderweitig in die Kulturförderung fliessen.

René Zäch war in seiner Laufbahn vom Kanton Solothurn unterstützt worden, unter anderem mit einem Werkjahr und einem Preis für grafisches und plastisches Gestalten. Erst 2010 widmete das Kunstmuseum Solothurn dem heute 66-Jährigen eine Ausstellung.