Solothurner Filmtage Endlich Solothurner Filmtage ohne Schlangestehen?

2017 soll es definitiv vorbei sein: Das lange Schlange stehen, um eine beliebte Vorstellung an den Solothurner Filmtagen zu besuchen. Tages- und Wochenkartenbesitzer müssen künftig jeden Film, den sie sehen wollen, vorher reservieren. Spontane Filmbesuche sollen aber weiter möglich sein.

Die Filmfans stehen Schlange an der Kasse ausserhalb der Reithalle, an den 50. Solothurner Filmtagen am Sonntag, 25. Januar 2015 in Solothurn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ist dieses Bild bald Geschichte? Schlange stehen an den Kassen der Filmtage – das soll es künftig nicht mehr geben. Keystone

Lange anstehen – und im schlimmsten Fall doch kein Ticket mehr erhalten. Das soll künftig nicht mehr passieren an den Solothurner Filmtagen. Für die nächsten Filmtage, die am 19. Januar 2017 beginnen, gibt es ein neues System um an Eintrittskarten zu kommen.

Reservationen nötig...

Neu gibt es für alle Vorstellungen Eintrittskarten im Vorverkauf. Erhältlich sind diese Karten an den Vorverkaufsstellen und im Internet. Dort gibt es auch Tages- und Wochenkarten. Der Vorverkauf startet am Dienstag, 13. Dezember, um 9 Uhr.

Wer diese Karten bezieht und damit theoretisch alle Filme ansehen kann, muss aber vorgängig Reservation machen für «seine» Vorstellungen. Solche Reservationen sind immer einen Tag vor dem Filmtermin möglich. Reservieren kann man im Internet, auf der Filmtage-App und beim Ticketschalter auf dem Klosterplatz, heisst es in einer Medienmitteilung der Filmtage.

...aber auch kurzfristige Besuche möglich

Spontane Filmbesuche sollen aber weiterhin möglich sein, verspricht Filmtagedirektorin Seraina Rohrer. An den Kassen gebe es Kontingente für Tages- oder Wochenkarten-Besitzer, welche keine Reservation getätigt hätten, so Rohrer gegenüber Radio SRF. Die treuen Film-Fans sollen auf kleinen Fall «bestraft» werden mit der Reservationspflicht.

Nützen soll das neue Ticketsystem vor allem jenen Besuchern, welche von weiter her nach Solothurn reisen, um bestimmte Filme zu sehen. «Gerade Zuschauer aus der Romandie oder dem Tessin haben nun eine gewisse Sicherheit. Sie wissen, dass sie es in die Vorstellung schaffen, wenn sie eine Reservation haben», erklärt Seraina Rohrer.

Gleichzeitig appelliert sie auch an die Fairness der Filmtage-Besucher: Wer ein Billett reserviert hat, den Film aber doch nicht sehen kann, soll seine Reservation stornieren. Reservierte Tickets müssen zudem zehn Minuten vor Filmbeginn im Kinosaal sein. Sonst verfällt die Reservation und der Platz wandert ins Kontingent für spontane Besucher.