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Technisches Gerät
Legende: Dieses Zauberkästchen wurde in Riedholz getestet. Es könnte teure Ausbauten des Stromnetzes überflüssig machen. SRF
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Energiezukunft getestet Das intelligente Stromnetz von Riedholz hat funktioniert

Neue Technologie kann das Stromnetz optimal auslasten. Ein schweizweit einmaliges Projekt im Kanton Solothurn war erfolgreich.

Das Problem: Strom wird immer mehr dezentral produziert, zum Beispiel mit Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. Der Trend zu erneuerbaren Energien (und die zunehmende Elektromobilität) führt langfristig vermehrt zu Schwankungen und unregelmässigen Belastungsspitzen im Stromnetz.

Die Frage: Kann eine intelligente Technologie den Energiefluss im Stromnetz so steuern, dass das Netz optimal ausgelastet wird? Kann dank der intelligenten Technologie auf einen teuren Ausbau der Stromnetze verzichtet werden?

Der Test: In der Solothurner Gemeinde Riedholz wurden Wärmepumpen, Boiler, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Batterien mit der intelligenten Technologie GridSense ausgerüstet. Die Geräte luden selbstständig immer dann, wenn viel Strom produziert wurde. Der Versuch dauerte 18 Monate. 35 Besitzer von Einfamilienhäusern und Wohnungen beteiligten sich daran.

Die Technologie: Die Technologie besteht aus selbstlernenden Algorithmen, welche Netzbelastung, Stromverbrauch und Stromerzeugung messen, Wetterprognosen sowie Stromtarife einbeziehen, und mittels künstlicher Intelligenz das Verhalten von Stromverbrauchern erlernen.

Die Ergebnisse: Die beteiligten Firmen ziehen zum Abschluss des Projekts eine positive Bilanz. Die Ergebnisse seien «vielversprechend», heisst es in einer Mitteilung. Die Belastungen im Stromnetz konnten tatsächlich selbstständig dezentral ausgeglichen, Spannungsschwankungen nachhaltig gesenkt werden. «Die Technologie ist damit eine effiziente und praktikable Alternative zu einem konventionellen Ausbau der Verteilnetze», konstatieren die beteiligten Firmen.

Die Beteiligten: Hinter dem Projekt standen die Firmen Alpiq, AEK, Adaptricity und Landis+Gyr. Es wurde vom Bundesamt für Energie als Leuchtturmprojekt gefördert und vom Kanton Solothurn finanziell unterstützt.

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