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Nur Bücher ausleihen funktioniert nicht mehr. Bibliotheken müssen sich wandeln.
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Eng, dunkel, verstaubt «So, wie sie ist, hat die Stadtbibliothek Olten keine Zukunft»

Wer heute etwas wissen will, muss nicht mehr in eine Bibliothek gehen. Via Google ist eine immense Menge an Informationen sofort verfügbar, oft auch gratis. Wollen die klassischen Bibliotheken überleben, müssen sie sich deshalb wandeln. Experten empfehlen: Bibliotheken sollen zu einem Ort der Begegnung werden, wo Events stattfinden.

Das empfiehlt eine Studie nun auch der Stadtbibliothek Olten. Im Auftrag der Stadt hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW) die Bibliothek unter die Lupe genommen. Das Urteil ist vernichtend: «Bleibt alles so, wie es ist, wird die Stadtbibliothek mittelfristig ihre Tore schliessen müssen».

Rezept für verstaubte Bibliotheken

«Die Räume sind eng, die Regale statisch und die Lichtverhältnisse ungenügend», kritisiert Studienleiter Ivo Macek. «Zudem verteilt sich die Bibliothek über mehrere Stockwerke, was für Veranstaltungen und Raum für Begegnung eher hinderlich ist».

Bibliotheks-Professor Macek empfiehlt der Stadt Olten, die Stadtbibliothek zu einem Ort der Begegnung und des Austausches zu machen, zu einer «Bibliothek der Zukunft».

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Die Bibliothek der Zukunft
Aus Kulturplatz vom 04.04.2018.
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Vorbild für Olten könnte die Stadtbibliothek Baden sein. Sie hat eine Eventmanagerin angestellt und bietet nebem dem klassischen Bücherverleih allerlei Veranstaltungen wie Literatur-Cafés oder Spiele-Abende an.

Vorbild Baden

«Die Stadtbibliothek Baden macht das beispielhaft. Das sollte in Zukunft schweizweit Schule machen», lobt Informations- und Dokumentations-Spezialist Ivo Macek von der HTW.

Auch die Stadtbibliothek Grenchen macht gerade einen Schritt in Richtung «Bibliothek der Zukunft». Sie zügelt dieses Jahr in die Alte Turnhalle, in der eine Galerie eingebaut wird. Ein Bistro ist geplant, und es sollen Events durchgeführt werden.

Für die Stadtbibliothek Olten empfiehlt die Studie konkret einen Umzug ins Stadthaus, wo sich heute bereits die Jugendbibliothek befindet, und eine deutliche Stellenerhöhung. Drei Vollzeitstellen seien im Vergleich mit anderen Bibliotheken von Gemeinden ähnlicher Grösse unzureichend.

Die Studie zeigt mögliche Wege für die Stadtbibliothek Olten auf. Ob sie sich in eine «Bibliothek der Zukunft» verwandelt oder ihre Türen mittelfristig schliessen muss, liegt jetzt an der Politik.

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