ENSI: AKW sind ausreichend gegen Hochwasser geschützt

Die Atomkraftwerke Gösgen und Beznau können nicht überschwemmt werden. Zu diesem Schluss kommt das Nuklearsicherheits-Inspekorat ENSI aufgrund einer Sicherheitsanalyse, die die AKW selber gemacht haben.

Das AKW Beznau beleuchtet am frühen Abend. Im Vordergrund fliesst die Aare. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das AKW Beznau liegt zwar auf einer Insel, es ist aber gemäss Studie nicht hochwassergefährdet. Keystone

Bereits nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima analysierten die AKW ihre Sicherheit bei einem Hochwasser. Sie kamen zum Schluss, dass sie selbst bei einem 10'000-jährlichen Hochwasser ausreichend geschützt seien. Das ENSI verlangte neue Sicherheitsanalysen.

Im Dezember reichten die AKW Beznau und Gösgen ihre Berichte ein. Das AKW Leibstadt musste keine zusätzliche Analyse durchführen, laut ENSI weist Leibstadt einen sehr hohen Hochwasserschutz auf. Denn dieses AKW liege nicht direkt am Fluss, sondern etwas erhöht.

Die AKW Beznau und Gösgen mussten aber aufzeigen, wie die Sicherheitslage im allerschlimmsten Fall ist. Und zwar, wenn ein 10'000-jährliches Hochwasser die Schweiz trifft, und zusätzlich Geschiebe und Treibgut Brücken und Wehre verstopfen würde. Laut den AKW-Betreibern sind die Atomkraftwerke selbst in solch einer Extremsituation ausreichend geschützt.