Grossprojekt Strassenbau Entlastung Autobahnzufahrt Lenzburg: Geht's jetzt bald los?

In der Region Lenzburg staut sich der Verkehr oft. Vor allem beim Autobahnzubringer zur A1, im sogenannten Knoten Neuhof. 22'000 Fahrzeuge passieren den Knoten, bis 2025 rechnet man mit 35'000 Fahrzeugen. Ein neuer Tunnel soll helfen. Und dieser könnte bald gebaut werden.

Das Projekt:

  • Über den Autobahnzubringer in Lenzburg, den Knoten Neuhof, fahren Fahrzeuge aus dem Bünztal, dem Freiamt, dem Seetal und der wachsenden Gemeinde Lenzburg selber.
  • 22'000 Fahrzeuge am Tag sind es heute, ab 2025 gehen die Prognosen von täglich 35'000 Fahrzeugen aus.
  • Die Folge des Verkehrs: Rückstau auf die Autobahn zurück, und in die Regionen.
  • Ein Tunnel für 52 Millionen Franken, der die Autos ohne Kreuzung und ohne Ampelanlage Richtung Bünztal bringt.
  • Das Volk hat das 75-Millionen-Franken-Projekt 2013 bewilligt.
  • Nun hat die Regierung die 11 Einsprachen abgelehnt. Ende 2017 soll Baustart sein.
  • Gebaut wird rund 3 Jahre lang.

Acht der elf Einsprachen betreffen die Verlegung der Buslinie 393 auf die Othmarsingerstrasse.

Karte des Knotens Neuhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Übersichtsplan zum Projekt Knoten Neuhof. zvg/Kanton Aargau

Zwei Einsprachen wollten einen Velo- und Fussweg, der den Kreisel Gexi in Lenzburg nicht kreuztEin Einsprecher war mit dem Landerwerb durch den Kanton und die Beeinträchtigungen seiner Parzelle nicht einverstanden.

Die Einsprecher könnten den negativen Entscheid der Regierung noch ans zuständige Gericht weiterziehen. Dann würde sich der Baustart des Grossprojekts nochmals um über ein Jahr verzögern.

Kein Weiterzug vor Gericht?

Die Quartierbewohner, die gemeinsam eine Sammeleinwendung eingereicht haben, ziehen voraussichtlich nicht weiter vor Gericht.

Man sei zwar immer noch enttäuscht, dass der Bus quer durch das Quartier an der Othmarsingerstrasse fahre, sagt Patrick Iseli, einer der Verantwortlichen für die Sammeleinsprache, auf Anfrage von Radio SRF.

Man habe wenig Chance auf Erfolg vor Gericht, deshalb verzichte man wohl auf einen Weiterzug, sagt er weiter. Bis Februar müssen sie sich definitiv entscheiden.