Grossprojekt Strassenbau Entlastung Autobahnzufahrt Lenzburg kommt 2018

Täglich passieren 22'000 Fahrzeuge den Knoten Neuhof beim Autobahnzubringer zur A1 in Lenzburg. Bis 2025 rechnet der Kanton sogar mit 35'000 Fahrzeugen. Nun kann ein vom Volk angenommener Tunnel gebaut werden, der Entlastung verspricht. Die Einsprecher geben auf.

Das Projekt

  • Über den Autobahnzubringer in Lenzburg, den Knoten Neuhof, fahren Fahrzeuge aus dem Bünztal, dem Freiamt, dem Seetal und der wachsenden Gemeinde Lenzburg selber.
  • 22'000 Fahrzeuge am Tag sind es heute, ab 2025 gehen die Prognosen von täglich 35'000 Fahrzeugen aus.
  • Die Folge des Verkehrs: Rückstau auf die Autobahn zurück, und in die Regionen.
  • Ein Tunnel für 52 Millionen Franken, der die Autos ohne Kreuzung und ohne Ampelanlage Richtung Bünztal bringt.
  • Das Volk hat das 75-Millionen-Franken-Projekt 2013 bewilligt.
  • Im Dezember 2016 hat die Regierung die verbleibenden 11 Einsprachen abgelehnt.
  • Im Februar 2017 wird der Entscheid rechtskräftig, die Einsprecher ziehen nicht vor Verwaltungsgericht.
  • Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt plant den Baustart 2018. Als nächstes muss das nötige Land erworben werden.
  • Gebaut wird rund 3 Jahre lang.
Karte des Knotens Neuhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Übersichtsplan zum Projekt Knoten Neuhof. zvg/Kanton Aargau

So geht es weiter

Die elf Einsprecher verzichten auf den Gang vor Gericht und akzeptieren den Entscheid des Regierungsrates, wie der Kanton am Dienstag mitteilt. Dieser Entscheid wurde mit dem Projekt und der Umweltverträglichkeitsprüfung gemäss Kanton 30 Tage lang aufgelegt, es seien keine weiteren EInsprachen eingegangen. Damit sei das Projekt rechtskräftig und man könne mit der konkreten Planung beginnen, freut sich Kantonsingenieur Rolf H. Meier gegenüber Radio SRF.

Als nächstes stehe nun der Landerwerb an. Parallel dazu schreibt der Kanton die Bauarbeiten aus. Bagger dürften nicht vor Anfang 2018 auffahren, so Meier. Während der dreijährigen Bauphase rechnet er höchstens kurzfristig mit grösseren zusätzlichen Verkehrsbehinderungen. Die Etappierung des Projekts soll eine Umlagerung des Verkehrs möglich machen.

Das war umstritten

  • Acht der elf Einsprachen betrafen die Verlegung der Buslinie 393 auf die Othmarsingerstrasse.
  • Zwei Einsprachen wollten einen Velo- und Fussweg, der den Kreisel Gexi in Lenzburg nicht kreuzt.
  • Ein Einsprecher war mit dem Landerwerb durch den Kanton und die Beeinträchtigungen seiner Parzelle nicht einverstanden.

Sollte sich dieser einzelne Einsprecher nun gegen den bevorstehenden Landerwerb wehren, wird der Kanton laut Kantonsingenieur Meier das Land enteignen.

Die Quartierbewohner, die gemeinsam eine Sammeleinwendung eingereicht haben, deuteten bereits beim Regierungsratsentscheid im Dezember an, dass sie ihre Einsprachen vermutlich nicht weiterziehen. Man sei zwar immer noch enttäuscht, dass der Bus quer durch das Quartier an der Othmarsingerstrasse fahre, sagte Patrick Iseli, einer der Verantwortlichen für die Sammeleinsprache, damals gegenüber SRF. Weil man aber wenig Chance auf Erfolg sehe, gebe man wohl auf.