Fleischbetrug im Aargau Ermittlungen wegen tausendfachem Betrug

Ein Fall von Betrug im Fleischverkauf beschäftigt die Aargauer Justiz. Gegen fünf Mitarbeiter eines grossen Warenhauses läuft ein Strafverfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Sie sollen unter anderem abgelaufene Fleischprodukte neu etikettiert haben – und das tausendfach.

Neben der Neudatierung von bereits abgelaufenem Fleisch und Fleischprodukten, soll auch konventionelles Fleisch als Bio-Fleisch angeboten worden sein. Diese Angaben machte Markus Gisin, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, am Montag an der Jahresmedienkonferenz der Kantonspolizei in Aarau.

Der Betrug im Fleischverkauf führte zu 3920 Betrugsstraftaten sowie zu 3920 Urkundenfälschungen. Hinzu kommen gemäss Gisin mehrfache Verstösse gegen die Lebensmittelgesetzgebung.

Jahrelanger Betrug

Der Betrug soll über einen Zeitraum von rund fünf Jahren stattgefunden haben, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilt. Es gehe um drei bis vier Kilogramm Fleisch pro Woche, die umgepackt worden seien, wenn das Verkaufs- oder Verbrauchsdatum abgelaufen waren.

Das Strafverfahren ist hängig. Es stehen laut Staatsanwaltschaft unter anderem noch die Schlusseinvernahmen an. Die Ermittlungsbehörden wurden auf Anzeige hin tätig.