E-Mobilität in der Luftfahrt Erstes Elektroflugzeug am Flughafen Grenchen gelandet

Bei der Smartflyer Challenge am Wochenende treffen sich am Flughafen auch zahlreiche Experten und Forscher.

Fllugzeug mit Stromkabel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der eGenius des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart kann am Wochenende in Grenchen bestaunt werden. ZVG / Peter Brotschi

Während der elektrische Antrieb bei Velos und Autos viel diskutiert wird, sind Flugzeuge mit elektrischem Antrieb noch wenig bekannt. Dies soll die Smartflyer Challenge ändern, so OK-Mitglied Peter Brotschi gegenüber SRF.

In der Luftfahrt sei es ein wachsendes Thema, so Brotschi. «Es gibt zweiplätzige Flugzeuge, die im Einsatz sind». Dabei soll es aber nicht bleiben. Das Interesse der Industrie zeige sich auch daran, dass beispielsweise Siemens an der Challenge in Grenchen teilnehme. «Die Absicht wird es sein, dass bis im Jahr 2030 auch 70-plätzige Flugzeuge bis zu 500 Kilometer weit fliegen können», sagt Brotschi.

Gewicht als Hürde

Der Vorteil sei, dass man die Flieger so CO2-neutral betreiben könne, wenn man beispielsweise am Flugplatz die Windkraft oder Sonnenenergie nutze. Der Nachteil sei aktuell noch die mangelnde Reichweite und das grosse Gewicht der Batterien.

Er selbst ist schon einmal ein Elektroflugzeug geflogen. «Wenn man 40 Jahre lang konventionelle Flugzeuge geflogen ist, ist es ein seltsames Gefühl zu wissen, dass keine Abgase raus, es ist leiser. Aber wenn man mal in der Luft ist, dann ist es genau gleich. Statt auf den Tank schaut man einfach auf die Batterie. Sonst merkt man fliegerisch keinen Unterschied.»