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Meisterschwanden will Trinkwasser aus dem See gewinnen – jetzt liegt das Gesuch auf
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 20.04.2020.
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Erstes Seewasserwerk im Aargau «Der Hallwilersee wird nicht leergepumpt»

In Meisterschwanden soll das erste Seewasserwerk im Kanton Aargau entstehen. Wasser aus dem Hallwilersee soll hier zu Trinkwasser verarbeitet werden. Das Projekt wird schon länger vorangetrieben. Was aber immer noch fehlt: Eine Bewilligung, dass Meisterschwanden dem See überhaupt Wasser entnehmen darf.

Erst jetzt liegen das Gesuch zur Wasserentnahme und das Baugesuch für das Pumpwerk öffentlich auf, nachdem die Gemeinde den Kredit für die Anlage (knapp 7 Mio. Franken) bereits letzten Sommer genehmigt hatte. «Es wurden natürlich Vorabklärungen beim Kanton getätigt», beruhigt Meisterschwandens Gemeindepräsident Ueli Haller. Er geht davon aus, dass die Gemeinde die Bewilligungen in den nächsten Monaten erhalten wird.

3.5 Millionen Liter pro Tag

Laut den Gesuchen will Meisterschwanden bis zu 2500 Liter pro Minute aus dem See pumpen. Das wären 3.5 Millionen Liter Wasser pro Tag. «Der Hallwilersee wird nicht leergepumpt», sagt Ueli Haller, «diese Werte werden nur bei einer absoluten Höchstleistung erreicht».

Geplant ist, dass neben Meisterschwanden auch noch die umliegenden Gemeinden ihr Trinkwasser aus dem neuen Seewasserwerk beziehen. Beim Strandbad Seerose soll die nicht sichtbare Wasserfassung entstehen und bei der Turnhalle oberhalb des Sees die Aufbereitungsanlage gebaut werden.

In Luzern trinkt man schon lange Seewasser

Mit dem Seewasserwerk will die Gemeinde Meisterschwanden möglichen Dürreperioden und dem sinkenden Grundwasser begegnen. Mit Blick auf den Klimawandel sei das Projekt eine gute Lösung, hiess es bei den Beratungen im Gemeinderat.

Dass man Trinkwasser aus einem See gewinnt, ist für den Aargau Neuland. Andernorts wird das hingegen schon lange gemacht. Am Sempachersee im Kanton Luzern beispielsweise gewinnt man das Trinkwasser schon seit 1965 auf diese Weise. Und auch der Zürichsee ist eine wichtige Trinkwasserquelle für die Stadt Zürich.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
    Dies bestätigt meine Ansicht dass wir allen oberhalb den Boden schauen und dort änderungen möchte (CO2,...). Aber die eigentliche Katastrophe findet im Boden statt und geht an unsere Politik vorbei. Dies muss sich dringend ändern, dass Leben auf Erde kam doch auch aus der Tiefe?.
  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Mich interessiert, wie sich die verringerte Abflussmenge auf die Gewässer um den See auswirken. Oder endet der Betrachtungshorizont am Ufer des Hallwilersee?
    MfG