Biber in der Schweiz Erstmals wieder Biber in Stadt Zofingen: Fluch oder Segen?

Erstmals seit der Ausrottung im 19. Jahrundert ist in Zofingen im Altachenbach ein Biber aktiv. Eigentlich schön, aber eben nicht nur. Der Biber bedient sich nämlich an den Bäumen in den privaten Gärten. Die Stadt rät den Bewohnern jetzt, die Bäume mit Zäunen zu schützen.

Der Biber: Das Tier ist seit 1962 national geschützt, weil er ausgerottet wurde. Die Population hat sich erholt Der Bestand wird in der Schweiz auf 2800 geschätzt (2015).

Das Problem: Der Biber fällt Bäume und staut Bäche. Für Bauern immer wieder ein Problem, aber auch Gemeinden kämpfen, wenn die Grundwasserversorgung durch die Aktivität des Bibers beeinträchtigt wird. In Zofingen ist der Biber nun erstmals wieder in der Stadt aktiv. Hier findet er keine entsprechende Vegetation. Deshalb bedient er sich an Weiden und Pappeln von privaten Gärten, die an den Bach angrenzen.

Die Lösung: Gartenbesitzer in Zofingen sollen ihre Bäume mit Drahtgitter schützen. Diese müssen einen Meter hoch sein, schreibt die Stadt Zofingen in einer Mitteilung. Das Gitter sei gut im Boden zu verankern. Es werde sich zeigen, ob und wie ein Zusammenleben von Mensch und Biber in der Stadt möglich sei, schreibt die Stadt weiter.

Video «Biber auf dem Vormarsch» abspielen

Biber auf dem Vormarsch

8:15 min, aus Schweiz aktuell vom 12.12.2016