Fanschlägerei Aarau: Polizei will Videomaterial veröffentlichen

Im November 2014 entbrannte am Bahnhof Aarau eine Schlägerei zwischen Fans des FC Aarau und des FC Zürich. Die Zürcher Fans waren auf dem Rückweg aus Sion und stoppten ihren Sonderzug beim Bahnhof Aarau. Die wüste Schlägerei forderte einen Verletzten. Nun hat die Polizei Beteiligte identifiziert.

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Bildlegende: Hier fand die Schlägerei im November 2014 statt. 40 bis 70 Fussballfans haben sich am Bahnhof Aarau geprügelt. SRF

Ermittlungserfolg für die Aargauer Kantonspolizei. Sie hat mehrere mutmassliche Schläger ermittelt. Vor wenigen Tagen hat sie sieben Schweizer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren vorübergehend verhaftet. Gegen sie läuft eine Strafuntersuchung wegen Landfriedensbruchs. Das teilt die Polizei am Donnerstag mit.

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Bildlegende: Die Aargauer Kantonspolizei hat sieben mutmassliche Schläger identifiziert und vorübergehend verhaftet. Keystone

Die Untersuchungen werden durch die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau geleitet. Sie hat mehrere Hausdurchsuchengen angeordnet. Hierbei fand die Polizei gemäss eigenen Angaben pyrotechnische Gegenstände und Vermummungsmaterial.

Die jungen Männer sind unterdessen wieder auf freiem Fuss. Sie seien mehrheitlich nicht geständig, sagt die Polizei. Sie fordert weitere Beteiligte auf sich zu stellen.

«  Wir werden alles unternehmen um weitere Beteiligte zu identifizieren. »

Bernhard Graser
Mediensprecher Kantonspolizei Aargau

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Bildlegende: Überwachungskameras am Bahnhof Aarau haben die Massenschlägerei im November 2014 gefilmt. Die Bilder helfen der Polizei. Keystone

In den nächsten Wochen will die Polizei Videomaterial zur Schlägerei veröffentlichen. Zuerst verpixelt, später allenfalls auch ohne Pixel, sagt Bernhard Grasser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, gegenüber Radio SRF.

Schlägerei sorgte für Aufsehen und Kritik

Die Schlägerei ereignete sich ohne grosse Vorzeichen am 22. November 2014. 40 bis 70 junge, vermummte Männer gingen aufeinander los. Teilweise mit Schlagstöcken. Noch bevor die von Passanten alarmierte Polizei innert Minuten eintraf, hatte sich der Tumult aufgelöst. Dabei machten sich etliche Beteiligte unter Lebensgefahr quer über die Bahngeleise aus dem Staub.

Ein 20-Jähriger wurde bei der Schlägerei verletzt. Er erlitt einen Kieferbruch und eine Hirnblutung. Er musste damals ins Spital. Der Vorfall sorgt für viel Aufsehen. Der Aargauer Polizeidirektor Urs Hofmann sprach im Interview mit Radio SRF von einer «absoluten Sauerei».