FC Grenchen in der Krise

Der 1. Liga-Fussballclub Grenchen hat seine Mannschaft in den letzten Wochen zusammengestrichen. Grund sind grosse finanzielle Schwierigkeiten. «Die Mannschaft war zu teuer», sagt Präsident Rolf Bieri.

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Bildlegende: Der FC Grenchen hat finanzielle Schwierigkeiten. Im Bild das Cupspiel zwischen Grenchen und dem FCZ im September 2011. Keystone

Nach der Vorrunde setzte der 1. Liga-Fussballclub Grenchen bei seiner Mannschaft den Rotstift an. Sechs Spieler sind weg, unter anderem auch der Top-Skorer Maryan Andonov. Der Club musste rund 400'000 Franken, 80 Prozent des Budgets, streichen.

Präsident Rolf Bieri begründet dies mit Fehlern zu Beginn der Saison. «Die Mannschaft war zu teuer. Man wollte den Erfolg kaufen», sagte er in der Sonntagssendung des Regionaljournals Aargau/Solothurn.

Man habe fälschlicherweise damit gerechnet, dass mit dem sportlichen Erfolg dann auch Sponsoren zurückkommen würden. Bieri: «Mit diesen Träumen muss man aufhören. Man muss mit dem arbeiten, was man hat.»

Hoffnung auf nächste Saison

Zwar sei die Clubleitung viel zu spät darüber informiert worden, wie teuer die Mannschaft sei, erläutert Bieri. Aber: «Das nehm ich auf mich. Ich bin der Chef.» Darum habe er den Abbau nach der Vorrunde dann auch an die Hand genommen. Bieri hofft, dass die finanziellen Probleme damit gelöst seien, und dass es nächste Saison wieder anders aussieht.

Für die Rückrunde hat Rolf Bieri, Präsident des FC Grenchen, nur ein Ziel: in der 1. Liga bleiben. Die Rückrunde in der 1. Liga beginnt Mitte März.