Filme aus Badi Wohlen: Spanner muss Busse bezahlen

Ein Mann hat leicht bekleidete Frauen unter anderem im Schwimmbad gefilmt. Die Filme hat er danach auf Porno-Webseiten veröffentlicht. Dies kommt den Mann nun teuer zu stehen.

Der Spanner-Filmer von Wohlen AG ist von der Aargauer Staatsanwaltschaft per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe und zu einer Busse verurteilt worden. Der Mann hatte letztes Jahr heimlich knapp bekleidete, junge Frauen gefilmt.

Mann schaut einen Bildschirm mit verpixelten Bildern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der 34-jährige hat die Videos auf Pornowebseiten veröffentlicht. Keystone

Dutzende dieser Videos hatte er auf einer Porno-Website hochgeladen. Beim Filmer handelt es sich um einen 34-jährigen aus der Region. Die Polizei kam ihm im November auf die Schliche und konnte ihm alle 16 angezeigten Fälle nachweisen. Der Mann sei geständig, teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Bei den heimlichen Filmaufnahmen - unter anderem im Freibad Wohlen - konzentrierte sich der Mann bei den knapp bekleideten jungen Frauen vor allem auf den Brust-, Po- und Genitalbereich. Zu Hause bearbeitete er die Aufnahmen und stellte sie auf eine Porno-Webseite.

Tausende Franken Busse

Dadurch habe der Beschuldigte einer breiten Masse von unbekannten Porno-Konsumenten suggeriert, die betroffenen jungen Frauen würden sich im Umfeld dieses schlüpfrigen Milieus bewegen. Die jungen Frauen seien dadurch in deren Ruf geschädigt und in der Ehre verletzt worden, stellt die Staatsanwaltschaft fest.

Die Staatsanwaltschaft bestrafte den Beschuldigten wegen Ehrverletzung und übler Nachrede per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen abzüglich zwei Tage Untersuchungshaft. Weiter wurde der Beschuldigte mit einer Busse von 4000 Franken bestraft. Der Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig.