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«Flamencos en route» in Aarau Ein getanztes Mosaik in der Alten Reithalle

Legende: Video Flamencos en route abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.09.2018.

Ab Samstagabend verwandelt sich die Alte Reithalle in Aarau für eine Woche täglich in einen iberischen Tanztempel. Die Tanzcompagnie «Flamencos en route» aus Baden zeigt in Aarau eine Neufassung von «Mosaico», getanzte Geschichten, abwechslungsweise zu zeitgenössischer und archaischer Musik. Das Stück ist eine Hommage an die über 30-jährige Geschichte von «Flamencos en route». Srf hat die künstlerische Leiterin, Brigitta Luisa Merki, der Gruppe bei einer Probe in der Alten Reithalle getroffen.

Brigitta Luisa Merki

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Brigitta Luisa Merki
Legende:Brigitta Luisa MerkiKeystone

Brigitta Luisa Merki ist Gründerin und künstlerische Leiterin der Compagnie Flamencos en route. Die Tanzgruppe wurde 1984 in Baden gegründet und wurde mehrfach ausgezeichnet. Brigitta Luisa Merki kreiert seit über 30 Jahren Choreografien für ihre Compagnie, die auf internationalen Tourneen unterwegs ist. 2004 wurde Merki mit dem Hans-Reinhart-Ring geehrt, und 1999 erhielt sie den Kulturpreis der AZ-Medien-Gruppe.

SRF: Brigitta Luisa Merki, was ist Mosaico?

Brigitta Luis Merki: Ein Mosaik ist ein Sinnbild für etwas grosses Ganzes, das aus ganz vielen Einzelteilen besteht. Das grosse Ganze funktioniert nur, wenn jedes einzelne Teil am richtigen Ort ist. Für mich ist ein Mosaik auch ein Sinnbild für Choreographie. Jede Tänzerin, jeder Tänzer, jede Schrittvariation fügt sich zu einem Ganzen zusammen. Das ist der Ausgangspunkt von «Mosaico».

Was ist das Besondere an der Choreographie von «Mosaico»?

Bei dieser Inszenierung gibt es zwei Teile, zwei verschiedene Handschriften. Den einen Teil hat David Coria choreographiert, den anderen ich selbst. Auf der Bühne stehen nicht nur Flamenco- sondern auch zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer. Das alles zu einem Ganzen zusammenzufügen war eine besondere Herausforderung.

Was bedeutet es für Sie, in der Alten Reithalle in Aarau aufzutreten?

Es ist 13 Jahre her, seit wir angefangen haben für diesen Ort als Kulturzentrum zu kämpfen. Es ging Schritt für Schritt, wir haben auch schon gedacht dass es nicht klappt. Ich habe es jedes Mal sehr genossen, in diesen Raum hinein zu inszenieren. Denn was wir hier machen, können wir in einem Theater nicht auf die Bühne bringen. Der Raum hat mir für meine Kreativität unheimlich viel geboten.

Wie wichtig ist die Unterstützung des Kantons Aargau für Sie?

Ich brauche die Unterstützung und die Anerkennung im Kanton. Ohne geht es nicht. Diese Unterstützung habe ich in einem grossen, breiten Publikum. Aber es ist klar: auch der Kanton muss dahinter stehen.

In der Alten Reithalle in Aarau feiert «Flamencos en route» am Samstag in einer Woche Saisonabschluss. Was kommt danach?

Wir machen eine neue Produktion im Oktober, die Uraufführung ist dann im ThiK in Baden Premiere. «Mosaico» zeigen wir im Winter noch zwei Wochen in Stuttgart.

Das Gespräch führte Alice Sager.

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