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Legende: Audio Was halten Sie von der Kritik Ihrer Partei? (alt) abspielen. Laufzeit 04:15 Minuten.
04:15 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 18.03.2019.
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Franziska Roth «Bei mir sind immer nur die Fehler im Fokus und nicht der Erfolg»

Die Aargauer Gesundheitsdirektorin Franziska Roth steht in der Kritik. Nach langem Hin und Her hat sich am Montag ihre eigene Partei, die SVP Aargau, hinter sie gestellt – jedoch nur zaghaft. Die SVP hat Franziska Roth ein Ultimatum gestellt: Entweder sie kann das Steuer bis im Sommer herumreissen oder sie soll die Konsequenzen ziehen und zurücktreten.

Franziska Roth

Franziska Roth

SVP-Regierungsrätin

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Franziska Roth ist seit 2017 im Amt und ist für das Departement Gesundheit und Soziales verantwortlich. Vor ihrer Wahl war Roth als Bezirksgerichtspräsidentin in Brugg tätig.

SRF News: Die SVP hat am Montag über die Vorgehensweise mit Ihnen informiert. Was halten sie davon?

Franziska Roth: Ich nehme die Medienmitteilung zur Kenntnis, ich weise sie aber in Form und Inhalt entschieden zurück.

Das heisst, was in der Mitteilung der SVP steht, stimmt nicht ganz?

Ich halte vieles, das in der Mitteilung steht, für masslos übertrieben. Mir fehlen die Fakten und die konkreten Beispiele.

Mir fehlen die Fakten und die konkreten Beispiele.

Es entsteht der Eindruck, dass vieles, was in der Mitteilung steht, vom Hörensagen kommt.

Es scheint mir, dass sich zwischen Ihnen und ihrer Partei ein Graben öffnet?

Ja, wir sind in vielen Punkten sicher nicht gleicher Meinung. Das hat sich natürlich jetzt auch in dieser Medienkonferenz niedergeschlagen.

Die SVP sagt, dass sie hinter ihnen steht. Zwischen den Zeilen erhält man aber den Eindruck, dass dem nicht so ist. Wie sehen Sie das?

Es gibt verschiedene Differenzen, die gibt es offensichtlich auch schon länger. Es gab auch immer wieder Gespräche. Zum Teil hat man vielleicht auch aneinander vorbeigeredet. Auf jeden Fall ist es mir wichtig, als SVP-Mitglied SVP-Politik zu machen.

Zum Teil hat man vielleicht auch aneinander vorbeigeredet.

Und es ist mir auch schon gelungen, sehr viel einzusparen, zum Beispiel im Asylbereich. Da wurden mit einer Vereinfachung von Abläufen über sieben Millionen Franken eingespart. Das ist es, wofür ich arbeite.

Ihre Partei hat viele Forderungen gestellt, was machen Sie nun?

Das Erste ist die externe Analyse (des Regierungsrats) abzuwarten und im Kleinen etwas zu ändern, wo ich selber Bedarf sehe. Aber die Forderungen der SVP-Geschäftsleitung, dass es besser werden muss, die müssten konkretisiert sein. So ist es sehr offen formuliert. Deshalb gehe ich meinen Weg weiter und muss einmal mehr auf die Finanzzahlen verweisen.

Mir fällt einfach auf, dass bei mir vor allem die Fehler [...] im Fokus stehen

Wir haben in der Spitalfinanzierung nach der provisorischen Jahresrechnung 25 Millionen Franken einsparen können, das ist ein toller Erfolg. Mir fällt einfach auf, dass bei mir vor allem die Fehler und irgendwelche Unzulänglichkeiten im Fokus stehen. Der Erfolg, den wir tatsächlich haben, wird unter den Teppich gekehrt.

Wenn die SVP im Sommer sagt, dass Sie zu wenig verbessert haben, glauben Sie, dass die Partei Sie dann ausschliesst?

Ich kann keine Prognosen machen.

Wenn es so wäre, was würden Sie tun?

Dann mache ich weiterhin SVP-Politik. Ich wüsste nicht warum ich aufhören sollte.

Das Gespräch führte Bähram Alagheband.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Man kann als Regierungsrat/-rätin schon an die Decke gehen, wenn man in den Medien und von anderen Parteien wegen jedem Hennenschiss kritisiert wird.
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  • Kommentar von Hans Kümmerli (Bap)
    Frau Roths Verständnis von Politik: Geld sparen, das ist der einzige zweck.
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  • Kommentar von Thomas F. Koch (dopp.ex)
    Schon ihre Vorgängerin Susanne Hochuli stand von der FDP und SVP, und auch gelegentlich von der eigenen Grünen Partei unter Dauerbeschuss. Das Departement mit Gesundheit und Sozialem (inklusive Asylwesen) ist eines, in dem man es nie allen recht machen kann. Es sind auch nicht die Kernkompetenzen der SVP, wenn es darum geht diese Themen in der Regierung umzusetzen. Da ist Opposition natürlich viel einfacher. Dumm, wenn man dabei gegen die eigene Regierungsrätin politisieren muss.
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